Sonja Peteranderl

Wie lange können wir uns Journalismus noch leisten?

(mit Mareice Kaiser)

„Mehr als 250 Euro können wir leider nicht zahlen”, „Sachzwang ist der beschissenste Zwang”, „Wir beauftragen aktuell leider keine Freien mehr”: Auszug aus der Mailbox einer freien Journalistin. Wie lange können wir uns Journalismus – vor allem als Freie – noch leisten?

In ihrem Workshop zu Geld und Journalismus präsentieren die Journalistinnen Mareice Kaiser und Sonja Peteranderl die frechsten E-Mails und Angebote von Redaktionen und diskutieren, wie das knapper werdende Geld im Journalismus gerechter verteilt werden könnte. Zusammen mit den Teilnehmer*innen erforschen sie die strukturellen Probleme der Branche – aber auch, wie eigene Erfahrungen und Gefühle zu Geld Honorarverhandlungen beeinflussen können, was sich alles dringend ändern muss und warum Geld für freie Journalist*innen wichtig ist für guten Journalismus.

 

Vita

Sonja Peteranderl berichtet als Investigativjournalistin u. a. für ARD team.recherche, Spiegel, Zeit oder Journalist Magazin vor allem zu Kriminalität und Technologie, unter anderem zu Organisierter Kriminalität in Lateinamerika, Gewalt, digitaler Polizeiarbeit, (digitaler) Beziehungsgewalt und KI-Trends. Sie ist Gründerin von BuzzingCities Lab, einem Think Tank, der den Einfluss der Digitalisierung auf internationale kriminelle Gruppierungen und Sicherheitsstrategien analysiert und u. a. die Konferenzserie “OpenCrime” sowie das journalistische Trainingsprogramm “The School of Conflict & Peace” ausrichtet. Als Trainerin und Dozentin unterrichtet sie an verschiedenen Hochschulen wie der Hamburg Media School zu neuen digitalen Recherchemethoden und krimineller Innovation. Während des Tech-Journalismus-Fellowship 2026 bei Publix beschäftigt sie sich mit Ansätzen “ethischer” KI und digitaler Souveränität im Kontext von Sicherheitsbehörden und Militär.