Mareice Kaiser

Wie lange können wir uns Journalismus noch leisten?

(mit Sonja Peteranderl)

„Mehr als 250 Euro können wir leider nicht zahlen”, „Sachzwang ist der beschissenste Zwang”, „Wir beauftragen aktuell leider keine Freien mehr”: Auszug aus der Mailbox einer freien Journalistin. Wie lange können wir uns Journalismus – vor allem als Freie – noch leisten?

In ihrem Workshop zu Geld und Journalismus präsentieren die Journalistinnen Mareice Kaiser und Sonja Peteranderl die frechsten E-Mails und Angebote von Redaktionen und diskutieren, wie das knapper werdende Geld im Journalismus gerechter verteilt werden könnte. Zusammen mit den Teilnehmer*innen erforschen sie die strukturellen Probleme der Branche – aber auch, wie eigene Erfahrungen und Gefühle zu Geld Honorarverhandlungen beeinflussen können, was sich alles dringend ändern muss und warum Geld für freie Journalist*innen wichtig ist für guten Journalismus.

Vita

Mareice Kaiser stellt als Journalistin und Autorin am liebsten Gerechtigkeitsfragen. In ihren Texten, Büchern, Kolumnen, Vorträgen und Podcasts beschäftigt sie sich mit Machtverhältnissen, Inklusion und Arbeit im Spät-Kapitalismus. Vom medium magazin wurde sie in die Top 10 der deutschen Wirtschaftsjournalist*innen gewählt. Mit ihrem Essay »Das Unwohlsein der modernen Mutter« war sie für den Reporter*innen-Preis nominiert. In ihrer Kolumne »Neue Maloche« spricht sie mit Menschen, die hart arbeiten – und in medialen Diskursen zu Arbeitsthemen selten zu Wort kommen. Sie setzt sich für einen Journalismus ein, der von allen für alle gemacht wird.