(Mit Cathrin Schmiegel)
Persönliche Texte sind mutig, nah, relevant und beliebt bei Redaktionen. Doch immer häufiger werden Journalist:innen für ihre Texte beleidigt und bedroht. Im schlimmsten Fall sorgen Anfeindungen dafür, dass wichtige Texte gar nicht mehr erscheinen. Der Workshop zeigt, wie mutige Ich-Texte entstehen, welche Chancen und Risiken sie bergen und wie Journalist:innen ihr eigenes Narrativ, ihre Privatsphäre und den Umgang mit Kritik selbstbestimmt gestalten können. Als Beispiele dienen Cathrin Schmiegel Essay über den Entschluss, keine Mutter zu werden, und Katharina Meyer zu Eppendorfs Erfahrungen mit der Abnehmspritze Ozempic. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Strategien für persönlichen Journalismus, der nahbar ist, ohne die eigenen Grenzen aus dem Blick zu verlieren.
Katharina Meyer zu Eppendorf ist Redakteurin bei ZEIT Campus in Hamburg. Im Essay »Endlich satt« schrieb sie im ZEIT Magazin über ihr Jahr mit der Abnehmspritze Ozempic und ihren jahrzehntelangen Kampf mit Gewicht, Scham und dem permanenten inneren Drang zu essen. Ihre Texte wurden mehrfach ausgezeichnet. 2022 erhielt sie gemeinsam mit Schmiegel den Reporter:innenpreis in der Kategorie »Beste Kulturreportage« für ihre Reportage über das Scheitern der Erinnerung in Hanau.