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Blog zum Reporterpreis 2019

 

 

gepostet von Ariel Hauptmeier, 12.11.19


Anfang November, wenn die Nominierungen für den Reporterpreis veröffentlicht werden, erwacht auf Twitter der Hashtag #reporterpreis zum Leben, und viele, die es in die Endrunde geschafft haben, teilen darunter öffentlich ihre Freude. Ein Thread stach in den vergangenen Tagen heraus, er stammt von @sydneygennies, der beim „Tagesspiegel“ das Ressort Story leitet. Gennies schrieb:  

 

„1. Über den Wert von Journalistenpreisen kann und muss man nach Relotius diskutieren. Aber Auszeichnungen wie nun der #Reporterpreis leisten etwas, was im Tagesgeschäft leider unter geht. 

 

2. Viel zu oft dringen wichtige Texte nicht durch. Weil der SEO-Algorithmus sich geändert hat, grade eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird, manchmal, weil wir sie beim @tagesspiegel nicht so selbstbewusst anpreisen, wie sie es verdienen. Jetzt haben wir …

 

3.  ... insgesamt 9 Nominierungen beim #Reporterpreis durch fast alle Kategorien. Und unabhängig davon, ob wir gewinnen, gibt es Gelegenheit die Geschichten der Kollegen nochmal hervorzuholen. Zum Beispiel die unglaubliche ...“

 

Und dann verlinkt Sydney Gennies nacheinander jene 9 Reportagen und Essays seiner KollegInnen, die in diesem Jahr nominiert sind, quer durch die Ressorts, und er hat Recht, es ist ausgezeichneter Journalismus, ganz gleich, ob es am Ende diese Stories sind, die einen Preis gewinnen. 

 

Und wir können nur ein weiteres Mal an die Ausschreibung erinnern: „Wir glauben, dass das gute Beispiel der beste Weg ist zu besserem Journalismus.“

 

Heute eine Anfrage von einem Kollegen namens K.: „Sehr geehrte Damen und Herren, könnten Sie mir vielleicht einmal die Wertung der Vorjuroren zu meinen Einreichungen zukommen lassen? Das würde mich sehr interessieren. Herzlichen Dank und beste Grüße.“

 

Unsere Antwort: „Lieber Herr K., leider geht das nicht. Weder werden Punkte vergeben, noch sind die Vorjuroren dem Vorstand oder gar den Einreichenden irgendeine Art von Rechenschaft schuldig. Noch sind, wenn Sie den Zusatz erlauben, die Entscheidungen bei Journalistenpreisen auf irgendeine andere Weise objektivierbar. Es sind subjektive Werturteile, die zwar ausführlich begründet, aber nicht gemessen werden können.“

 

Wir freuen uns auf den 2. Dezember!


 

gepostet von Ariel Hauptmeier, 11.10.19

 

Es geht los! Anfang der Woche haben wir die Reader an die 87 VorjurorInnen verschickt. Sie werden jetzt lesen, diskutieren, auswählen – und bis Ende Oktober die Longlists für die einzelnen Kategorien nominieren. Wir sagen – DANKE!!

 

An Lorenz Matzat, Alexandra Stark, Ole Reißmann, Jochen Förster, Barbara Supp, Axel Bojanowski, Georg Dahm, Moritz Aisslinger, Hristio Boytchev, Julia Friedrichs, Astrid Geisler, Jennifer Wilton, Anette Dowideit, Julia Saldenholz, Egmont Koch, Karin Truscheit, Bastian Berbner, Kurt Stukenberg, Arno Makowsky, Dirk Lübke, Nora Gantenbrink, Inka Schneider, Swantje Dake, Marie Schmidt, Nicola von Hollander, Holger Liebs, Johannes Gernert, Denis Dilba, Maria Stöhr, Claus Hornung, Jana Petersen, Daniel Schulz, Marc Neller, Dagmar von Taube, Jana Simon, Florian Zinnecker, Stefan Schirmer, Emilia Smechowski, Georg Meck, Katharina Jakob, Bastian Obermayer, Hartmut von Welscher, Jan Heidtmann, Joachim Fahrun, Volker ter Haseborg, Dieter Fuchs, Katja Bauer, Katrin Langhans, Barbara Nolte, Steffi Kammerer, Diana Laarz, Verena-Friederike Hasel, Daniel Müller, Stefan Krücken, Martina Wimmer, Jens Schröder, Markus Götting, Judka Strittmatter, Ismene Poulakos, Heinrich Löbbers, Andreas Öhler, Sven Behrisch, Christina Sianides, Robert Arsenschek, Patrick Bauer, Christine Zerwes, Jenni Roth, Kai Müller, Philipp Krohn, Bernd Volland, Carolin Pirich, Sonja Banze, Johannes Schweikle, Felix Zimmermann, Judith Liere, Nadine Ahr, Annika Bunse, Julius Tröger, Julian Stahnke, Dirk von Gehlen, Marta Orosz, Marin Majica, Stefan Heijnk, Oliver Wurm, Ruth Hofmann, Pit Gottschalk, Javier Cáceres. 


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gepostet von Ariel Hauptmeier, 20.09.2019

 

Am Mittwoch haben wir uns zur Jahreshauptversammlung in Berlin getroffen. Ein herzlicher, inspirierender Abend. Kollegen vom Spiegel waren da und überraschten die Runde mit weiteren Relotius-Anekdoten. Etwa, wenn er zu einem ins Büro kam, einen Einstieg herzeigte und fragte: "Das klingt doch wie ausgedacht, oder?" Wir haben einen neuen Vorstand gewählt, und wir haben über den Reporterpreis diskutiert. Erstens: Wie geht das technisch, das Überprüfen der Geschichten? Antwort: Wir lernen unterwegs. Wir holen erfahrene Dokumentare an Bord - und werden sehen, wie aufwändig der Prozess ist. Nächstes Jahr wissen wir mehr. Zweite Frage: Ab welchem Grad von Ungenauigkeit wird ein Text als "gefälscht" gebrandmarkt? Die Antwort: Die Dokumentare legen größere Ungereimtheiten der Jury vor, sie hat das letzte Wort. Dritte Frage: Ist das Tipi am Kanzleramt der richtige Ort für den Reporterpreis? Brauchen wir eine "coolere" Location? Die Antwort: uneins. Auch wir fragen uns: Wie festlich muss ein Rahmen sein? Ab wann wird aus festlich pompös? Es soll eine Ehre sein, diesen Preis zu gewinnen - wann kippt es in Selbstbeweihräucherung? Fragen, über die wir weiter nachdenken. 2019 sind wir auf jeden Fall noch einmal im Tipi - und freuen uns sehr darauf. Gerade, nachdem wir das Buch von Juan Moreno gelesen haben. Eine der Erzählachsen darin: der Reporterpreis vom vergangenen Jahr. Tipi am Kanzleramt, 3. Dezember 2018. Ja, wahrhaftig: ein dramatischer Augenblick. 

 

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Gepostet von Ariel Hauptmeier, 05.09.19 · 4 Min · 


#Reporterpreis 2019 - gestern, am ersten Tag der Ausschreibung, viele Rückfragen. Eine: Können in der Kategorie "Multimedia" auch Podcasts nominiert werden? - Ja, können Sie, wir haben die Ausschreibung präzisiert. 


Mehrere Mails betreffen die neue Regel, das man pro Kategorie den Preis nur einmal gewinnen kann. Das stößt auf Kritik. 


Eine Kollegin schreibt: "Es gibt nur wenige Geschichten im Jahr, bei denen die Peer Group nicht heimlich mit den Augen rollt (weil eitel, auf Preis geschrieben, l'art pour l'art). Und die gilt es zu finden. Ich finde auch, Preise sind auch dazu da, Stars zu kreiieren. Wenn es diese gibt dann wollen jüngere Leute den Preis." 


Ein Kollege schreibt: "Die Änderungen, die Ihr beim Reporterpreis vornehmt, kommen sehr spät, aber ich finde es gut, dass Ihr nun versucht, ein paar Lehren zu ziehen. Ob's die richtigen sind, weiß ich nicht. Dass man den Preis künftig nur einmal gewinnen kann halte ich für einen Fehler, weil der (deutsche) Markt der guten Schreiber nicht groß genug ist, um jedes Jahr neue Talente zu entdecken. Da werdet Ihr Qualitätsprobleme bekommen." 


Darf ich das mal in die Runde geben? Hilft die Regel, den #Reporterpreis für neue Stimmen zu öffnen? Oder engt sie ihn ein? Brauchen wir Stars? Gibt es pro Jahr nur wenige Texte, die eine solche Auszeichnung verdienen? 

 

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Termine 2019

 


4. September - 1. Oktober 2019 

Bewerbung für den Deutschen Reporterpreis 2019


2. Dezember 2019

Verleihung des Deutschen Reporterpreises, Berlin




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