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09.02.16

Publikumsjurorin beim Reporterpreis 2015

©Maria Feck



In jedem Jahr stimmen die Teilnehmer des Reporter-Workshops mit ab über die "Beste Reportage". Dieses Mal vertrat Diana Zinkler ihr Votum in der Jury. Sie hatte, wie die Mehrzahl, für die Reportage von Britta Stuff gestimmt - konnte sich mit diesem Votum aber in der Hauptjury nicht durchsetzen. Am Ende gewann dort der Text von Jana Simon.

Ein klassischer Vorwurf an Preis-Jurys lautet, das hinter verschlossenen Türen die vorderen Plätze ausgekungelt werden. Um zu zeigen, dass dieser Vorwurf nicht stimmt, ist die Sitzung der Reporterpreis-Jury stets öffentlich.

Bitte finden Sie hier den Bericht von Diana Zinkler, die als Textchefin der Zentralredaktion der Funke Mediengruppe arbeitet.



Deutscher Reporterpreis 2015 in Berlin verliehen

(v.l.n.r.): Peter Kümmel, Moritz Klack, Bastian Berbner, Max Boenke, Alice Kohli, David Schraven, Emilia Smechowski, Malte Henk, Claas Relotius, Jana Simon, Nik Afanasjew, Anne Kunze, David Wendler, Theresa Rentsch, Julius Tröger, André Pätzold.



In Berlin ist am 7. Dezember 2015 der Deutsche Reporterpreis vergeben worden - der Preis von Journalisten für Journalisten. Vier prominent besetzte Jurys hatten am gleichen Tag über die 95 nominierten Texte debattiert, ehe der Preis am Abend vor 300 Gästen im Meistersaal am Potsdamer Platz verliehen wurde. Die Gewinner:

Beste Reportage

Der Preis für die „Beste Reportage“ geht im Jahr 2015 an Jana Simon für ihr Stück „Der Junge, der in den Krieg ging“, erschienen im ZEITmagazin. Sie beschreibt darin einen jungen Mann aus einer deutschen Durchschnittsfamilie, der zum Islam konvertiert und nach Syrien geht, um dort Familien zu helfen, die alles verloren haben, und um seinen Glauben als Moslem intensiv leben zu können. Doch dann gerät er in ein Auffanglager des IS, aus dem er nur mit viel Mühe lebend wieder herauskommt. War er zu naiv? Ist er ein Terrorist? Ein Schläfer? Die Frage bleibt offen – was eine der vielen Stärken dieses Textes ist. Wie Jana Simon die Sprachlosigkeit der Eltern beschreibt, die Suche des Jungen nach Eindeutigkeit, die „stille Toleranz“ der Umgebung  - das mache dieses Stück zu einem besten, das bislang zu diesem Thema erschienen ist, urteilte die Jury.  


Innovation
In der erstmals in diesem Jahr verliehenen Kategorie „Innovation“ gewinnt ein Buch –die in jeder Hinsicht herausragende Graphic Novel „Weiße Wölfe“ von David Schraven und Jan Feindt. Es ist eine knallharte Recherche, die im rechtsradikalen Milieu in Dortmund beginnt und von dort aus den militanten Neonazi-Strukturen durch halb Europa folgt – dramaturgisch perfekt erzählt und meisterhaft gezeichnet. Die Graphic Novel gibt es auch als Website und als Ausstellung, die in einem fort durch Deutschland tourt – ein Projekt, das wegweisend zeige, auf wie vielen Kanälen man eine gute Geschichte erzählen könne, so die Jury.

Wissenschaftsreportage

Der Preis für die „Beste Wissenschaftsreportage“ geht an Malte Henk und sein Stück „Die Jagd auf 67P/C-G“, erschienen in der „Zeit“. Henk beschreibt darin den kühnen Versuch der Europäischen Raumfahrtbehörde, eine Sonde auf einem durch das Sonnensystem rasenden Kometen zu landen; eine Sonde, die jahrelang unterwegs ist und irgendwann so weit von der Erde entfernt, dass Funksignale zu ihr eine Dreiviertelstunde brauchen. Wie Henk die abstrakte Arbeit der Wissenschaftler erlebbar mache, wie er sie als Menschen, mit ihren Schwächen, ihren Streitigkeiten auftreten lasse – all das sei exemplarisch für eine moderne Wissenschaftsreportage.

Freier Reporter
In der Kategorie „Freier Reporter“ gewinnt Claas Relotius mit seinem Stück „Gottes Diener“, erschienen im „Spiegel“. Die Geschichte handelt von Willie Parker, dem letzten Abtreibungsarzt im amerikanischen Bundesstaat Mississippi, einem Staat, in dem die Sexualaufklärung aus den Schulen verbannt, die Hilfen für alleinerziehende Mütter gekürzt, Abtreibungskliniken mit Klagen überzogen werden, und junge Schwangere in ihrer Verzweiflung Terpentin trinken. Willie Parker ist selbst gläubiger Christ und war lange Abtreibungsgegner. Wie Claas Relotius dessen moralisches Dilemma schildert, wie geschickt er nach und nach die Facetten von Parkers Persönlichkeit entfaltet – all das begeisterte die Jury. 

Lokalreportage
Der Preis für die „Beste Lokalreportage“ geht an Nik Afanasjew vom „Tagesspiegel“ für seinen Text „Die Kids aus unserem Hinterhof“. Afanasjew wohnt in einer Erdgeschosswohnung in Berlin-Kreuzberg, seit fünf Jahren kennt er die drei Jungen mit Migrationshintergrund, sieht sie heranwachsen – auf einem messerscharfen Grat zwischen schulischem Versagen, krimineller Karriere und Faszination für den radikalen Islam. Die Direktheit, mit der Afanasjew die Sprache und die Welt der Jungen wiedergibt, sei ungewöhnlich, urteilte die Jury. Das Stück sei „sehr originell, sehr jung, sehr schnell."

Interview

Den Preis für das „Beste Interview“ erhält Bastian Berbner für seinen Text „Die Hölle, das ist der andere“, erschienen in der „Zeit“. Es ist ein Doppel-Interview mit zwei Amerikanern, die als Geiseln von Al-Kaida in Syrien sieben Monate gemeinsam in einer Zelle verbringen mussten – und die sich von Anfang an hassten. Nicht die Folter war das Schlimmste, sondern der jeweils andere. Die Jury lobte das ungewöhnliche Interview auch formal: Die durchdachte Dramaturgie und die gelungene Verzahnung der beiden Perspektiven sei eine gelungene Ausweitung des Interview-Genres.

Investigation

Ebenfalls neu in diesem Jahr ist die Kategorie „Investigation“, Preisträgerin ist Anne Kunze von der „Zeit“ mit ihrem Text „Die Schlachtordnung“. Sie beschreibt darin die unhaltbaren Zustände in der deutschen Schlachtindustrie, die gnadenlose Ausbeutung von ausländischen Leiharbeitern, die so wenig verdienen, dass sie nachts in Erdlöchern im Wald schlafen. Die Jury sagte, dies sei ein Text, der die Verhältnisse der Massentierhaltung in Deutschland verändern könne – wenn er es nicht sogar schon getan habe.
 
Kulturkritik
Als „Beste Kulturkritik“ zeichnet die Jury das Stück „Sie sprechen nicht zu uns“ von Peter Kümmel aus, erschienen in der „Zeit“. Darin analysiert er brillant das gestörte Verhältnis vieler Theatermacher zur Tradition ihrer Zunft. Die Frage nach dem heutigen Stellenwert des Theaters sei oft gestellt worden – Peter Kümmel beantworte sie derart zugespitzt, dass alle Widersprüche offen zutage liegen.
 
Essay

Emilia Smechowski bekommt den Preis für den „Besten Essay“ für ihr Stück „Ich bin wer, den du nicht siehst“, erschienen in der „taz“. Sie schreibt darin über die größte und zugleich kaum wahrgenommene Gruppe von Migranten, die nach Deutschland zuwandern: die Polen. Emilia Smechowski, selbst in Polen geboren, beschreibt sehr persönlich eine Einwanderergruppe, die sich durch „perfekte Integration“ unsichtbar macht. Ihr Stück, so die Jury, überzeuge sprachlich, sei überraschend, direkt, anschaulich und gleichzeitig von feiner Ironie.

Datenjournalismus

„M29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede“ heißt das Web-Projekt, das in der erstmals in diesem Jahr vergebenen Kategorie „Datenjournalismus“ gewinnt. Erstellt wurde es von einem Team der „Berliner Morgenpost“, zu dem Theresa Rentsch, Julius Tröger, Moritz Klack, Max Boenke, David Wendler und André Pätzold gehören. Die Buslinie 29 beginnt inmitten der feinen Villen im Grunewald und endet im armen Neukölln – wer ihr folgt, wer all die Statistiken aufbereitet, die sich entlang des Weges zeigen, begibt sich auf eine Reise durch die sozialen Unterschiede der Stadt. Eine Reise, die das Team der „Berliner Morgenpost“ hervorragend gestaltet habe, so die Jury.  

Webreportage
Der Preis für die „Beste Webreportage“ geht in diesem Jahr in die Schweiz und zwar an ein Team der NZZ für ihre Videoreportage „Good Night, Malaysian 370“. Das Team um Fabian Biasio, Alice Kohli, Simon Wimmer und Thomas Preusse erzählt nach, wie Flug MH370 verschwand, wie danach gesucht wird und wie die Angehörigen trauern. Die Jury lobte den geschickten Wechsel zwischen den einzelnen Formaten und die Unaufgeregtheit, mit der diese eigentlich so emotionale Geschichte nacherzählt wird.


Innovation - Die Nominierten

Fredy Gareis ©Manolo Ty; Martin Kaul ©Björn Kietzmann



Es gibt journalistische Arbeiten, die in keine Kategorie gehören, die auf originelle Weise den herkömmlichen Journalismus überwinden und in die Zukunft weisen. Alle Formate, Texte, Grafiken, Fotos, und die Mischung aus alldem, sind willkommen, auch Crowdfunding-Projekte, neue Formen in den sozialen Medien, Neugründungen und ähnliches. All das, was den Journalismus spektakulär erneuert, soll mit diesem Preis ausgezeichnet werden.

Nominiert in der Kategorie "Innovation":

Reto Klar, Uta Keseling, Max Boenke, Julius Tröger und Moritz Klack mit "Unsichtbar"; Carolyn Braun, Christian Salewski, Marcus Pfeil und Fredy Gareis mit "Die Kunstjagd"; Martin Kaul mit "Über die Grenzen"; Heiko Nicht, Vanessa Wormer, Daniel Stahl, Isabelle Müller und Felix Ebert mit "#4dez"; David Schraven mit "Weiße Wölfe".



Freier Reporter - Die Nominierten

Emilia Smechowski ©Kamila Kölling, Steffi Unsleber ©Isabell Lott



Immer mehr Reporter arbeiten nicht mehr in Redaktionen, der wirtschaftliche Druck hat viele Zeitungen und Zeitschriften veranlasst, kostenaufwendige journalistische Formen auf Freie auszulagern. Sie tragen nun das Risiko aufwändiger Recherche und akribischer Textarbeit, viele von ihnen können sich Reportagen nicht mehr leisten. Sie wollen wir mit dem Preis für den besten freien Reporter ermuntern, weiter an Texten zu arbeiten, die ihnen wichtig sind, auch wenn sie sich vielleicht nicht mehr rechnen.

Nominiert in der Kategorie "Freier Reporter":

Andreas Wenderoth mit "Ein halber Held"; Fritz Schaap mit "Bauer kauft Frau"; Claas Relotius mit "Gottes Diener" und "Das Leben der anderen"; Sonja Hartwig mit "Ich möchte nicht, dass Mama so fühlen muss"; Vivian Pasquet mit "Ein süßer Sieg"; Emilia Smechowski mit "Nennt mich Anna"; Steffi Unsleber und Prince Sackie Junior mit "Bitte berühr mich nicht". 


Investigation - Die Nominierten

John Goetz ©Helga Paris; Hubert Gude ©DerSpiegel; Jörg Schindler ©DerSpiegel; Maik Baumgärtner ©DerSpiegel; Georg Mascolo ©NDR, Christian Spielmann



Die Recherche ist der Anfang jeder guten Story, nur was neu ist, nur was stimmt, kann begeistern. In jedem Jahr gibt es Enthüllungen, die mehr sind als Stories, sie überragen, weil sie die Wirklichkeit nicht nur beschreiben, sondern verändern.

Nominiert in der Kategorie "Investigation":

Christoph Reuter mit "Der Stratege des Terrors"; Oliver Hollenstein, Sha Hua und Djamila Benkhelouf mit "Völlig losgelöst"; Anne Kunze mit "Das Geschäft mit der Angst";  Stefan Apfl und Sarah Kleiner mit "Die Netzflüsterer"; Sönke Iwersen, Jürgen Flauger und   Massimo Bognanni mit "Dunkle Geschäfte"; David Crawford, Marcus Bensmann, David Schraven, Jonathan Sachse und Daniel Drepper mit "Flug MH17"; Jörg Schindler, Maik Baumgärtner und Hubert Gude mit "40 000 Unwahrheiten"; Kai Schlieter mit "Drei Schüsse, ein Leben"; John Goetz, Antonius Kempmann, Georg Mascolo und Bastian Obermayer mit "All the best"; Anne Kunze mit "Die Schlachtordnung". 



Webreportage - Die Nominierten

Ulf von Rauchhaupt ©FAZ Wonge Bergmann; Roman Vital ©Jos Schmid



Reporter im Netz erzählen auf neue Weise, sie kombinieren Text, Fotos, Videos und Sound zu Reportagen, die so nur im Web funktionieren. Wir wollen diese Experimente fördern und viele Reporter ermuntern, sich dieser neuen Art des Erzählens zuzuwenden.

Nominiert in der Kategorie "Webreportage":

Uta Keseling, Max Boenke, Reto Klar, Julius Tröger, Christopher Möller, David Wendler und Moritz Klack mit "Einheitsreise"; Katja Beck, Daniel Harrich, Patricius Mayer, Walter Harrich und Anna Hunger mit "Waffen für Mexiko"; Ulf von Rauchhaupt, Bernd Helfert und Daniel Röttele mit "Im Reich der Pinguine"; Carolyn Wißing, Christina Schmitt und Wolfgang Amann mit "Platte im Aufwind"; Fabian Biasio, Alice Kohli, Simon Wimmer und Thomas Preusse mit "Good Night, Malaysian 370"; Julian Schmidli, Timo Grossenbacher, Sylke Gruhnwald, Marco Morell, Roman Vital und Julian Salinas mit "Sandalen im Schnee"; Florian Müller, Henning Wirtz, Nikolas Migut, Johanna Leuschen, Fabienne Hurst, Hans Jakob Rausch und Vivienne Schumacher mit "Knastkarrieren"; 10. Lehrgang der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl mit "Allez Bouaké".



Datenjournalismus - Die Nominierten



Zunehmend entdecken Reporter ihre Stoffe in gewaltigen Datenmengen, visualisieren gesellschaftliche Zusammenhänge, indem sie aus diesen Daten Geschichten filtern, die einer anderen Dramaturgie folgen als die auf Personalisierung basierenden Stories. Meist sind es Teams, die gemeinsam in Datenbanken recherchieren und ihre Geschichten vor allem online und interaktiv so präsentieren, dass der Leser zum Mit-Rechercheur werden kann.

Nominiert in der Kategorie "Datenjournalismus":

Paul Blickle, Karsten Polke-Majewski, Julian Stahnke und Sascha Venohr mit "Geld zieht Ärzte an"; Kai Müller, Hendrik Lehmann, Andreas Osowski, Jens Mühling, Maria Fiedler und Jan Oberländer mit "Mehrfahrgelegenheit"; Iwan Städler, Michael Hermann und Mario Nowak mit "Wo Mietpreis-Berge sich erheben"; Manuel Mohr, Max Zierer, Christian Sonnberger und Steffen Kühne mit "Heimvorteil – Woher stammt die Liga?"; Theresa Rentsch, Julius Tröger, Moritz Klack, Max Boenke, David Wendler und André Pätzold mit "M29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede"; Daniel Drepper, Jonathan Sachse, Stefan Wehrmeyer und Belinda Grasnick mit "Spendengerichte".



Essay - Die Nominierten

Andrea Hanna Hünniger ©Leonie Hahn; Ilka Piepgras ©Heji Shin; Konstantin Richter ©Anita Affentranger; Michail Schischkin ©Evgeniya Frolkova; Emilia Smechowski ©Kamila Kölling



Oft ist das Erzählerische, die Reportage, eine zu szenische, zu gedankenarme, zu unintelligente journalistische Form, um über die Wirklichkeit und ihre Widerspiegelung im Überbau zu berichten. Zunehmend schreiben Reporter deshalb essayistische Reportagen, Texte, die irgendwo in der Wirklichkeit beginnen, aber dann lieber dem Gedanken folgen als der Erzählung. So entstehen beispielhaft gute Texte, die immer weniger Reportagen sind und immer mehr Essays und deshalb verdienen, mit einem Preis gewürdigt zu werden.

Nominiert in der Kategorie "Essay":

Tina Hildebrandt und Bernd Ulrich mit "Im Auge des Orkans"; Mark Schieritz und Wolfgang Uchatius mit "Ausgespart"; Malte Henk und Wolfgang Uchatius mit "Morgen vielleicht";  Emilia Smechowski mit "Ich bin wer, den du nicht siehst"; Michail Schischkin mit "Das Imperium der Lügen"; Ilka Piepgras mit "Von einer, die auszog, das Sterben zu lernen"; Julia Friedrichs mit "Eine Klasse für sich"; Konstantin Richter mit "Schatz, die Flüchtlinge kommen"; Andrea Hanna Hünniger mit "Die Mütter der Wut"; Constantin Seibt mit "Die gefährlichste Idee Europas".




Kulturkritik - Die Nominierten



Der Kritiker, vor allem im Feuilleton zuhause, ist eine uralte journalistische Figur, mal Hassfigur, mal König, immer umstritten - wir möchten jene Kritiker auszeichnen, denen es gelingt, mit eigener Sprache und neuen Formen ihren Job zu machen.

Nominiert in der Kategorie "Kulturkritik":

Peter Kümmel mit "Sie sprechen nicht zu uns"; Martina Kix mit "Der Altmusikhändler"; Philipp Oehmke mit "Leben mit großem K"; Tobias Moorstedt mit "Die Welt, wie sie ihm gefällt";  Jan Küveler mit "Beitrag zur Völkerverständigung", "Mein Jahr unter Titanen" und  "Maschinenpistolen zu Mischpulten";  Andreas Bernard mit "Ästhetik der Leistung".


Interview - Die Nominierten

Marlene Halser ©Kobi Wolf; Norbert Höfler ©stern



In den letzten Jahren haben Reporter neue Spielarten des Interviews entwickelt. Sie kombinieren beschreibende, erzählerische Passagen mit Interview-Teilen, sie pflegen wieder das lange Gespräch, das wie ein Portrait wirkt, oder sie kommentieren Antworten des Gesprächspartners, ordnen sie ein. Oder sie fragen einfach so genau und so hartnäckig, bis der Befragte dem Leser einen Einblick gewährt in ein Leben, das bisher im Verborgenen lag. So sind Interviewformen entstanden, die beispielhaft sind.

Nominiert in der Kategorie "Interview":

Marlene Halser mit "Ohne Kopftuch ist es kalt um die Ohren"; Claas Relotius mit "Ich muss meinen Befreiern etwas zurückgeben"; Norbert Höfler mit "Das Geld war ein Geschenk"; Henning Sußebach mit "Wie fühlt sich das Alter an"; Bastian Berbner mit "Die Hölle, das ist der andere"; Wolfgang Bauer mit "Ich bin jetzt eine andere. Das spüre ich. Jemand, den ich nicht kenne"; Dagmar von Taube mit "Das Hosenanzugsgeschlecht"; Nicolas Büchse und Dominik Stawski mit "Ein Drehstuhl ohne Armlehne"; Arno Luik mit "Der Tag, an dem sie die Demokratie beerdigten"; Stephan Maus mit "Charlie ist da. Und Charlie macht weiter!". 


Lokalreportage - Die Nominierten



Reporter in Lokalredaktionen arbeiten unter besonders schwierigen Bedingungen, sie stehen unter Zeit-, Platz- und Kostendruck; sie müssen sich ihre Reportagen erkämpfen gegen widrige Umstände. Umso bemerkenswerter ist die Qualität vieler dieser Reportagen, sie zeigen, dass die Reportagen gerade in den Lokalteilen der Tageszeitungen unverzichtbar sind, weil sie nah dran sind am Leben der Leser und es widerspiegeln.

Nominiert in der Kategorie "Lokalreportage":

Karl Grünberg mit "Ene, mene, muh, und raus bist du"; Peter Wenig mit "Irgendwann war die Kohle leider weg"; Peter Schwarz mit "Alltag im Ausnahmezustand"; Maris Hubschmid mit "Über ihre Verhältnisse"; Celina de Cuveland mit "Wo ist Karl?"; Sebastian Schneider mit "Der große Preis"; Christian Unger mit "Wie ein Hamburger in den "Heiligen Krieg" zog"; Veronika Wulf mit "Schafzwitschern"; Nik Afanasjew mit "Die Kids aus unserem Hinterhof"; Karin Großmann mit "Knolle im Hirn".



Wissenschaftsreportage - Die Nominierten

Christina Berndt ©Alexandra Schellnegger



Die meist hochkomplizierten Erkenntnisse der Natur- und Gesellschaftswissenschaften einem breiten Publikum so zu erzählen, dass es sich gleichermaßen unterhalten wie informiert fühlt, ist eine Kunst, die wir besonders dann auszeichnen wollen, wenn sie sich aller Formen bedient, die heutzutage dem modernen Erzähler zur Verfügung stehen.


Nominiert in der Kategorie "Wissenschaftsreportage":

Jürgen Broschart und Johanna Romberg mit "Das geplante Wunder"; Patrick Witte mit "Dörfer des Vergessens"; Malte Henk mit "Die Jagd auf 67P/C-G"; Stefanie Flamm mit "Eine Pille für Oskar"; Christina Berndt mit "Erbarmungslos"; Nicolas Büchse mit "Das böse Buch". 



Beste Reportage - Die Nominierten



In den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften wird der Platz und der Spielraum der Reporter beschnitten, der Preis für die beste Reportage des Jahres soll Ansporn sein für Reporter und Redaktionen, die große Reportage zu recherchieren und zu schreiben, immer wieder neue unerzählte Geschichten zu entdecken und sie auf ungewöhnliche Art zu erzählen.

Nominiert in der Kategorie "Reportage":

Britta Stuff mit "Hallo, hier ist Norbert“; Samiha Shafy mit "Die deutsche Straße"; Hauke Goos mit "Stirb nicht!"; Markus Feldenkirchen mit "Das Wunschkind";  Fiona Ehlers mit "Unter Sachsen";  Nadine Ahr mit "Herr Vahl hört auf"; Jana Simon mit "Der Junge, der in den Krieg ging"; Henning Sußebach mit "Marke Söder"; Jonathan Stock mit "Die Löwen vom Sindschar"; Erwin Koch mit "Eine große Schuld"; Maris Hubschmid mit "Mehr als Schläge"; Jan Christoph Wiechmann mit "Drei Krieger" ; Karin Steinberger mit "Das Zeugenhaus"; Kai Strittmatter mit "Der Sprung".


Publikumsjuror - Aufruf zur Abstimmung

Die Juroren - Copyright: Ullrich Fichtner ©Thomas Rusch; Hania Luczak ©LercheGunda; Michael Krüger ©Peter-Andreas Hassiepen; Axel Hacke ©Thomas Dashuber; Helge Malchow ©Bettina Flitner; Caren Miosga ©NDR/Thorsten Jander; Jörg Thadeusz ©Jenny Sieboldt; Franziska Augstein ©Picture Alliance



Die Entscheidung über den Deutschen Reporterpreis 2015 geht in die entscheidende Phase: Am 7. Dezember wählen die Juroren aus den 95 nominierten Arbeiten die Preisträger.

Zur Jury gehören in diesem Jahr die Journalisten Franziska Augstein, Matthias Eberl, Michael Ebert, Ullrich Fichtner, Richard Gutjahr, Rainer Hank, Claus Kleber, Ulrike Langer, Hania Luczak, Caren Miosga, Anja Reschke, Evelyn Roll, Margrit Sprecher, Jessica Schober, Pauline Tillmann, Dominik Wichmann und Armin Wolf; die Autoren Anke Domscheit-Berg, Axel Hacke, Sascha Lobo und Christine Westermann; die Verleger Michael Krüger und Helge Malchow; und der TV-Produzent Friedrich Küppersbusch.

Ein weiterer Juror wird von den Besuchern unserer Workshops bestimmt: 


Schicken Sie uns bis zum 19.11.2015 Ihren Favoriten in der Kategorie "Beste Reportage" an votum@reporter-forum.de. Die Texte finden Sie im Reader, den wir heute per Mail an alle Workshop-Teilnehmer der vergangenen Jahre verschicken.

Unter denjenigen, die für den meist genannten Text stimmen, verlosen wir einen Platz in der Jury - Anreise nach Berlin, Hotel und Eintrittskarte für die Preisverleihung inklusive.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!


Die Nominierten des Reporterpreises 2015



Die Nominierten für den Deutschen Reporterpreis 2015 stehen fest. Aus den 1322 eingereichten Arbeiten haben die 76 Vorjuroren in den elf Kategorien insgesamt 95 Texte und Projekte nominiert.


Nominiert in der Kategorie "Investigation":

Christoph Reuter mit "Der Stratege des Terrors"; Oliver Hollenstein, Sha Hua und Djamila Benkhelouf mit "Völlig losgelöst"; Anne Kunze mit "Das Geschäft mit der Angst";  Stefan Apfl, Stefan und Sarah Kleiner mit "Die Netzflüsterer"; Sönke Iwersen, Jürgen Flauger und   Massimo Bognanni mit "Dunkle Geschäfte"; David Crawford, Marcus Bensmann, David Schraven, Jonathan Sachse und Daniel Drepper mit "Flug MH17"; Jörg Schindler, Maik Baumgärtner und Hubert Gude mit "40 000 Unwahrheiten"; Kai Schlieter mit "Drei Schüsse, ein Leben"; John Goetz, Antonius Kempmann, Georg Mascolo und Bastian Obermayer mit "All the best"; Anne Kunze mit "Die Schlachtordnung". 


Nominiert in der Kategorie "Freier Reporter":

Andreas Wenderoth mit "Ein halber Held"; Fritz Schaap mit "Bauer kauft Frau"; Claas Relotius mit "Gottes Diener" und "Das Leben der anderen"; Sonja Hartwig mit "Ich möchte nicht, dass Mama so fühlen muss"; Vivian Pasquet mit "Ein süßer Sieg"; Emilia Smechowski mit "Nennt mich Anna"; Steffi Unsleber und Prince Sackie Junior mit "Bitte berühr mich nicht".

Nominiert in der Kategorie "Innovation":

Reto Klar, Uta Keseling, Max Boenke, Julius Tröger und Moritz Klack mit "Unsichtbar"; Carolyn Braun, Christian Salewski, Marcus Pfeil und Fredy Gareis mit "Die Kunstjagd"; Martin Kaul mit "Über die Grenzen"; Heiko Nicht, Vanessa Wormer, Daniel Stahl, Isabelle Müller und Felix Ebert mit "#4dez"; David Schraven mit "Weiße Wölfe".



Die Texte lagen den Vorjuroren anonymisiert vor, Texte aus der eigenen Redaktion wurden den Vorjuroren nicht zugewiesen.

In den kommenden Tagen stellen wir die Arbeiten und Fotos der Nominierten auf unsere Seite. 




Die Nominierten des Reporterpreises 2015



Die Nominierten für den Deutschen Reporterpreis 2015 stehen fest. Aus den 1322 eingereichten Arbeiten haben die 76 Vorjuroren in den elf Kategorien insgesamt 95 Texte und Projekte nominiert.



Nominiert in der Kategorie "Kulturkritik":

Peter Kümmel mit "Sie sprechen nicht zu uns"; Martina Kix mit "Der Altmusikhändler"; Philipp Oehmke mit "Leben mit großem K"; Tobias Moorstedt mit "Die Welt, wie sie ihm gefällt";  Jan Küveler mit "Beitrag zur Völkerverständigung", "Mein Jahr unter Titanen" und  "Maschinenpistolen zu Mischpulten";  Andreas Bernard mit "Ästhetik der Leistung".

Nominiert in der Kategorie "Essay":

Tina Hildebrandt und Bernd Ulrich mit "Im Auge des Orkans"; Mark Schieritz und Wolfgang Uchatius mit "Ausgespart"; Malte Henk und Wolfgang Uchatius mit "Morgen vielleicht";  Emilia Smechowski mit "Ich bin wer, den du nicht siehst"; Michail Schischkin mit "Das Imperium der Lügen"; Ilka Piepgras mit "Von einer, die auszog, das Sterben zu lernen"; Julia Friedrichs mit "Eine Klasse für sich"; Konstantin Richter mit "Schatz, die Flüchtlinge kommen"; Andrea Hanna Hünniger mit "Die Mütter der Wut"; Constantin Seibt mit "Die gefährlichste Idee Europas".

Nominiert in der Kategorie "Datenjournalismus":

Paul Blickle, Karsten Polke-Majewski, Julian Stahnke und Sascha Venohr mit "Geld zieht Ärzte an"; Kai Müller, Hendrik Lehmann, Andreas Osowski, Jens Mühling, Maria Fiedler und Jan Oberländer mit "Mehrfahrgelegenheit"; Iwan Städler, Michael Hermann und Mario Nowak mit "Wo Mietpreis-Berge sich erheben"; Manuel Mohr, Max Zierer, Christian Sonnberger und Steffen Kühne mit "Heimvorteil – Woher stammt die Liga?"; Theresa Rentsch, Julius Tröger, Moritz Klack, Max Boenke, David Wendler und André Pätzold mit "M29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede"; Daniel Drepper, Jonathan Sachse, Stefan Wehrmeyer und Belinda Grasnick mit "Spendengerichte".


Nominiert in der Kategorie "Webreportage":

Uta Keseling, Max Boenke, Reto Klar, Julius Tröger, Christopher Möller, David Wendler und Moritz Klack mit "Einheitsreise"; Katja Beck, Daniel Harrich, Patricius Mayer, Walter Harrich und Anna Hunger mit "Waffen für Mexiko"; Ulf von Rauchhaupt, Bernd Helfert und Daniel Röttele mit "Im Reich der Pinguine"; Carolyn Wißing, Christina Schmitt und Wolfgang Amann mit "Platte im Aufwind"; Fabian Biasio, Alice Kohli, Simon Wimmer und Thomas Preusse mit "Good Night, Malaysian 370"; Julian Schmidli, Timo Grossenbacher, Sylke Gruhnwald, Marco Morell, Roman Vital und Julian Salinas mit "Sandalen im Schnee"; Florian Müller, Henning Wirtz, Nikolas Migut, Johanna Leuschen, Fabienne Hurst, Hans Jakob Rausch und Vivienne Schumacher mit "Knastkarrieren"; 10. Lehrgang der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl mit "Allez Bouaké".


Die Texte lagen den Vorjuroren anonymisiert vor, Texte aus der eigenen Redaktion wurden den Vorjuroren nicht zugewiesen.

Morgen folgt die Bekanntgabe der Nominierten in den Kategorien "Investigation", "Freier Reporter" und "Innovation".



Reporterpreis: Das sind die Nominierten



Die Nominierten für den Deutschen Reporterpreis 2015 stehen fest. Aus den 1322 eingereichten Arbeiten haben die 76 Vorjuroren in den elf Kategorien insgesamt 95 Texte und Projekte nominiert.


Nominiert in der Kategorie "Lokalreportage":

Karl Grünberg mit "Ene, mene, muh, und raus bist du"; Peter Wenig mit "Irgendwann war die Kohle leider weg"; Peter Schwarz mit "Alltag im Ausnahmezustand"; Maris Hubschmid mit "Über ihre Verhältnisse"; Celina de Cuveland mit "Wo ist Karl?"; Sebastian Schneider mit "Der große Preis"; Christian Unger mit "Wie ein Hamburger in den "Heiligen Krieg" zog"; Veronika Wulf mit "Schafzwitschern"; Nik Afanasjew mit "Die Kids aus unserem Hinterhof"; Karin Großmann mit "Knolle im Hirn".

Nominiert in der Kategorie "Interview":


Marlene Halser mit "Ohne Kopftuch ist es kalt um die Ohren"; Claas Relotius mit "Ich muss meinen Befreiern etwas zurückgeben"; Norbert Höfler mit "Das Geld war ein Geschenk"; Henning Sußebach mit "Wie fühlt sich das Alter an"; Bastian Berbner mit "Die Hölle, das ist der andere"; Wolfgang Bauer mit "Ich bin jetzt eine andere. Das spüre ich. Jemand, den ich nicht kenne"; Dagmar von Taube mit "Das Hosenanzugsgeschlecht"; Nicolas Büchse und Dominik Stawski mit "Ein Drehstuhl ohne Armlehne"; Arno Luik mit "Der Tag, an dem sie die Demokratie beerdigten"; Stephan Maus mit "Charlie ist da. Und Charlie macht weiter!". 

Nominiert in der Kategorie "Wissenschaftsreportage":

Jürgen Broschart und Johanna Romberg mit "Das geplante Wunder"; Patrick Witte mit "Dörfer des Vergessens"; Malte Henk mit "Die Jagd auf 67P/C-G"; Stefanie Flamm mit "Eine Pille für Oskar"; Christina Berndt mit "Erbarmungslos"; Nicolas Büchse mit "Das böse Buch".

Nominiert in der Kategorie "Reportage":

Britta Stuff mit "Hallo, hier ist Norbert“; Samiha Shafy mit "Die deutsche Straße"; Hauke Goos mit "Stirb nicht!"; Markus Feldenkirchen mit "Das Wunschkind";  Fiona Ehlers mit "Unter Sachsen";  Nadine Ahr mit "Herr Vahl hört auf"; Jana Simon mit "Der Junge, der in den Krieg ging"; Henning Sußebach mit "Marke Söder"; Jonathan Stock mit "Die Löwen vom Sindschar"; Erwin Koch mit "Eine große Schuld"; Maris Hubschmid mit "Mehr als Schläge"; Jan Christoph Wiechmann mit "Drei Krieger"; Karin Steinberger mit "Das Zeugenhaus"; Kai Strittmatter mit "Der Sprung".


Die Texte lagen den Vorjuroren anonymisiert vor, Texte aus der eigenen Redaktion wurden den Vorjuroren nicht zugewiesen.


Morgen folgt die Bekanntgabe der Nominierten in den Kategorien "Kulturkritik", "Essay", "Datenjournalismus" und "Webreportage".



Die besten Reportagen des Reporterpreises als Buch



Seit 2009 vergibt das Reporter-Forum den Deutschen Reporterpreis. Jetzt ist in Kooperation mit dem Ankerherz Verlag ein Buch mit preisgekrönten Reportagen entstanden. Es trägt den Titel "Ins Herz der Welt" und bringt einige der besten Reporter zusammen, die in den letzten Jahren mit dem Reporterpreis ausgezeichnet worden sind. 

Aus dem Vorwort:

"Gute Reportagen fangen die Zeit ein, sehr gute Reportagen frieren die Zeit ein, und wenn man sie auftaut, Jahre später, dann sind sie immer noch so wahr, wie sie waren, als sie geschrieben wurden. Seit 2009 vergibt das Reporter-Forum den Deutschen Reporterpreis, in acht Kategorien werden die besten Reportagen, Essays und Interviews ausgezeichnet.
Die besten Reportagen der sechs Jahre sind in diesem Buch versammelt, nicht nur, weil sie gut geschrieben sind, auch, weil sie große Geschichten erzählen, die es wert sind, wieder aufgetaut zu werden. Einen Moment der Wahrheit einzufangen und einzufrieren, der etwas Wichtiges erzählt über die Menschen, über die Geschichte, über die Welt, das ist die Aufgabe der Reportage und das verbindet diese Texte.
Martin Walser hat über Reportagen geschrieben, sie lieferten eine „Tatsachennähe, die nicht zur Meinung schrumpft, sondern zur Erfahrung wird“, besser kann man nicht sagen, was eine gute Reportage leisten muss. Jede gute Reportage beginnt mit guter Recherche, nicht nur schöne Sprache macht eine Reportage gut, sondern die Geschichte, die mit der schönen Sprache erzählt wird.

[...]

Gibt es große Trends in der Entwicklung der Reportage? Ja, vier Trends verändern die Reportage, machen sie noch interessanter und vielseitiger. Zum Ersten: Die Entdecker sind dabei, die Tautologen zu verdrängen. Die Tautologen, das sind die Edelfedern und die Schönschreiber, die glauben, allein die Kraft ihrer Sprache reicht, um immer wieder dieselben Geschichten erzählen zu können, vom Tod, vom Verbrechen, vom Alkohol, Geschichten aus dem Altersheim, dem Arbeitsamt, der Bahnhofsmission, also diese Sozialreportagen, die heute jeder Computer von allein schreiben kann. Lange saß ich in der Jury des Egon-Erwin-Kisch-Preises und konnte in den letzten beiden Jahrzehnten beobachten, wie sich unter den besten Reportern der Republik immer mehr Entdecker profilierten, Reporter also, die an ihre Texte kommen durch einen investigativen Spürsinn für das Unerzählte.
Das ist der heroische Impetus der Reporter: Man will dort sein, wo sich die Gischt der Geschichte bricht. Kisch hat damals vom gesellschaftlichen Experiment in der Sowjetunion erzählt, aus dem dynamischen Amerika, vom Aufbruch in Asien, und heute ist Asien wieder ein großer Steinbruch für Geschichten, aber auch die Hirnforschung oder die Finanzwelt.
Die Sujets vieler Reportagen stammen noch aus der guten alten Männerwelt: Boxen, Krieg, Industriekapitäne, und es gibt immer noch wesentlich mehr Reporter als Reporterinnen. Aber, zweitens, das ändert sich. Denn Frauen haben bessere Voraussetzungen für den Beruf des Reporters, jeder Mann erzählt seine Geschichte lieber einer Frau, und jede Frau doch sowieso. Wir haben viele Reporterinnen, die in Krisengebiete wollen. Derzeit werden in den Journalistenschulen zwei Drittel Frauen aufgenommen und nur ein Drittel Männer.
Der Mythos will ja, dass der Reporter der Einzelgänger ist, der lonesome cowboy, auch das, drittens, ändert sich. Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, ein sehr großes Thema wie den 11. September, den Irakkrieg oder die Finanzkrise im Team zu erzählen, weil nur so die Widersprüchlichkeit der Wirklichkeit erzählt werden konnte. Der durch die Welt ziehende einsame Cowboy ist da überfordert. Die moderne Reportage braucht die Gang und den Einzelgänger.
Der Leser will die Authentizität, die aus gelebter Zeitzeugenschaft resultiert. Ein Reporter soll mir als denkende Kamera vermitteln, was er erlebt hat, sodass ich das Gefühl habe, dabei gewesen zu sein. Das ist wie bei einem Unfall, den man im Vorbeifahren sieht: Man will alles wissen, Teil werden eines Vorgangs, der eigentlich schon abgeschlossen ist. Um Texte zu schreiben, die für Leser zur Erfahrung werden können, muss der Reporter ihm wie eine denkende Kamera Wirklichkeit vermitteln. Das Wort war dabei immer der Stolz des Reporters, dann kamen Fotos dazu, zunächst misstrauisch betrachtet vom Reporter, weil er sein Handwerk bedrängt und bedroht sah. Bald musste der schreibende Reporter mitansehen, wie ein mächtiger Konkurrent ihm die Leser stahl: der filmende Reporter des Fernsehens, der vieles konnte, was das gedruckte Wort nicht kann.
Und gerade erleben wir, viertens, die nächste kühne Stufe in der Evolution des Reporters: Die Digitalisierung des Journalismus verändert ihn, sein Handwerk, meinetwegen auch seine Kunst, auf revolutionäre Weise. Wenn der Reporter das Netz nicht als Bedrohung sieht, sondern als Herausforderung, dann kann er erzählen wie kein Reporter vor ihm. Er kann Wort, Foto und Video so mischen, dass für den Leser und Betrachter Wirklichkeit vielschichtiger wirksam wird als je zuvor.

[...]

Reporter aller Länder, schreibt um euer Leben, verändert euch! Ihr geht spannenden, stürmischen, ruhmreichen Zeiten entgegen, wenn eure Texte herausragen aus dem Brei all jener Reportägchen, die sich so ähneln wie ein Big Whopper dem anderen. Herausragende Texte zur Diskussion zu stellen, das ist der eigentliche Sinn des Deutschen Reporterpreises, weil wir daran glauben, dass das gute Beispiel der beste Weg ist zu besserem Journalismus, und zu Zeitungen, Zeitschriften und Websites, die so viele Leser finden, wie sie verdienen."


Neugierig geworden?


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Neuer Rekord beim Deutschen Reporterpreis


1322 
Beiträge sind in diesem Jahr für den Deutschen Reporterpreis eingereicht worden - mehr als 200 Einreichungen mehr als im letzten Jahr. Ein neuer Rekord! Wir freuen uns sehr. 

Es gibt also viele Tausend Seiten Lesestoff für unsere 76 Vorjuroren - bei denen wir uns an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bedanken möchten.

Wir haben die Vorjuroren in Gruppen unterteilt und einer Kategorie zugewiesen. Jetzt beginnen sie mit der Lektüre und benennen die Nominierten, die wir dann Anfang November an dieser Stelle veröffentlichen werden:

14 in "Reportage",  jeweils zehn in den Kategorien "Lokalreportage", "Interview", "Investigation" und "Essay", jeweils acht in den Kategorien "Kulturkritik", "Freier Reporter" und "Webreportage", jeweils sechs in den Kategorien "Datenjournalismus" und "Wissenschaftsreportage", und fünf in "Innovation".


Am 7. Dezember wird dann die Jury aus allen Nominierungen die Siegertexte bestimmen. 


Jury des Reporterpreises benannt



Die Jury setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Journalisten, Autoren und professionellen Lesern, die auf sehr unterschiedliche Weise Experten sind für die Beurteilung von journalistischer Qualität.

Es sind die Journalisten Franziska Augstein, Matthias Eberl, Michael Ebert, Ullrich Fichtner, Richard Gutjahr, Rainer Hank, Claus Kleber, Ulrike Langer, Hania Luczak, Caren Miosga, Anja Reschke, Evelyn Roll, Margrit Sprecher, Jessica Schober, Pauline Tillmann, Dominik Wichmann und Armin Wolf; die Autoren Anke Domscheit-Berg, Axel Hacke, Sascha Lobo und Christine Westermann; die Verleger Michael Krüger und Helge Malchow; und der TV-Produzent Friedrich Küppersbusch.

Der 25. Juror ist der/die große Unbekannte – er/sie wird im Namen der Teilnehmer des Reporter-Forums votieren. Die Forumsteilnehmer stimmen per Mail über die beste Reportage des Jahres ab; unter denen, die sich für die Reportage mit den meisten Stimmen entschieden haben, wird der Juror per Los bestimmt.



Reporterpreis 2015 - DIE VORJURY



Vier neue Kategorien sind in diesem Jahr beim Deutschen Reporterpreis hinzugekommen. Künftig werden auch investigative Leistungen, Kulturkritik, Wissenschaftsjournalismus und Datenjournalismus ausgezeichnet.

Es gibt also viel Lesestoff für unsere Vorjuroren - bei denen wir uns an dieser Stelle schon im Voraus sehr herzlich bedanken möchten.

Es sind:

Robert Arsenschek (Akademie der Bayerischen Presse), Katja Bauer (Stuttgarter Zeitung), Wolfgang Bauer (Die Zeit), Patrick Bauer (SZ Magazin), Barbara Bollwahn (frei), Bernhard Borgeest (Focus), Annika Bunse (Die Welt), Finn Canonica (Das Magazin), Astrid Csuraji (frei), Swantje Dake (Stuttgarter Nachrichten), Ulrike Demmer (RND), Anette Dowideit (Die Welt), Jörg Eigendorf (Die Welt), Julia Friedrichs (frei), Nora Gantenbrink (stern), Astrid Geisler (taz), Sylke Gruhnwald (SRF), Joachim Fahrun (Berliner Morgenpost), Jochen Förster (C3), Dieter Fuchs (Stuttgarter Zeitung), Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung), Johannes Gernert (taz), Volker ter Haseborg (Bilanz), Jan Heidtmann (Süddeutsche Zeitung), Stefan Heijnk (FH Hannover), Laura Himmelreich (stern), Jörn Kabisch (frei), Steffi Kammerer (frei), Martina Keller (frei), Anna Kemper (Zeit), Timm Klotzek (SZ Magazin), Egmont Koch (frei), Beate Lakotta (Der Spiegel), Holger Liebs (Monopol), Judith Liere (NEON), Heinrich Löbbers (Sächsische Zeitung), Raoul Löbbert (Christ & Welt), Marin Majica (C3), Uwe H. Martin (frei), Lorenz Matzat (Lokaler), Philipp Maußhardt (Zeitenspiegel), Georg Meck (FAS), Fabian Mohr (Die Zeit), Kai Müller (Der Tagesspiegel), Barbara Nolte (Der Tagesspiegel), Bastian Obermayer (Süddeutsche Zeitung), Andreas Öhler (Christ & Welt), Marta Orosz (frei), Ilka Piepgras (Zeit), Carolin Pirich (frei), Ismene Poulakos (Kölner Stadt-Anzeiger), Wolfgang Prosinger (Der Tagesspiegel), Ole Reißmann (Spiegel Online), Sabine Rennefanz (Berliner Zeitung), Anuschka Roschani (Das Magazin), Jan Rübel (Zeitenspiegel), Jörg Sadrozinski (DJS), Julia Saldenholz (NDR), Stefan Schirmer (Die Zeit), Rainer Schmidt (frei), Dieter Schnaas (Wirtschaftswoche), Inka Schneider (NDR),  Jens Schröder (GEO), Vera Schroeder (Süddeutsche Zeitung), Johannes Schweikle (frei), Alexandra Stark (frei), Michael Streck (stern), Regine Sylvester (frei), Dagmar von Taube (Welt am Sonntag), Christian Thiele (frei), Karin Truscheit (FAZ), Jennifer Wilton (Die Welt), Martina Wimmer (frei), Christine Zerwes (stern), Felix Zimmermann (taz)



DANKE für Euer Engagement!



Deutscher Reporterpreis 2015 - AUSSCHREIBUNG



Zeitungen und Zeitschriften verlieren Leser - weil die Leser blöder werden oder weil die Journalisten sie langweilen? Waren wir den Ereignissen des Jahres gewachsen, haben wir sie beschreiben können, erklären können, einordnen können? Oder haben wir nur abgebildet, was sowieso jeder sah? Mit dem Deutschen Reporterpreis sollen die herausragenden Reportagen, Interviews, Essays und Innovationen des Jahres ausgezeichnet und vorbildliche Texte und Multimedia-Arbeiten zur Diskussion gestellt werden.

Diese Diskussion ist der eigentliche Sinn des Reporterpreises, weil wir daran glauben, dass das gute Beispiel der beste Weg ist zu besserem Journalismus, und zu Zeitungen, Zeitschriften und Websites, die so viele Leser finden, wie sie verdienen. Der Preis ist nicht dotiert, zukünftig wollen wir aus unseren Einnahmen lieber das ReporterLab finanzieren, mit dem neue Formen des Journalismus gefördert und präsentiert werden.

Im letzten Jahr haben Journalisten über 1100 Texte eingereicht und den Reporterpreis zum deutschen Print-Medienpreis mit den meisten Einsendungen gemacht. In diesem Jahr wollen wir noch mehr als bisher neue Formen des Print- und des Online-Journalismus auszeichnen.

Einsendeschluss ist der 1. Oktober 2015, 12 Uhr.

Bitte formatieren Sie Ihren Text nach dieser Vorlage und senden Sie ihn an reporterpreis@reporter-forum.de. (Hinweis: Bitte TATSÄCHLICH das Format der Vorlage übernehmen!)
Bei webbasierten Einreichungen reicht es, den Link per Email zu schicken. 


Der Reporterpreis wird in diesem Jahr in elf Kategorien vergeben:


Reportage: In den Redaktionen von Zeitungen und Zeitschriften wird der Platz und der Spielraum der Reporter beschnitten, der Preis für die beste Reportage des Jahres soll Ansporn sein für Reporter und Redaktionen, die große Reportage zu recherchieren und zu schreiben, immer wieder neue unerzählte Geschichten zu entdecken und sie auf ungewöhnliche Art zu erzählen.

Investigation: Die Recherche ist der Anfang jeder guten Story, nur was neu ist, nur was stimmt, kann begeistern. In jedem Jahr gibt es Enthüllungen, die mehr sind als Stories, sie überragen, weil sie die Wirklichkeit nicht nur beschreiben, sondern verändern.

Webreportage: Reporter im Netz erzählen auf neue Weise, sie kombinieren Text, Fotos, Videos und Sound zu Reportagen, die so nur im Web funktionieren. Wir wollen diese Experimente fördern und viele Reporter ermuntern, sich dieser neuen Art des Erzählens zuzuwenden.

Datenjournalismus: Zunehmend entdecken Reporter ihre Stoffe in gewaltigen Datenmengen, visualisieren gesellschaftliche Zusammenhänge, indem sie aus diesen Daten Geschichten filtern, die einer anderen Dramaturgie folgen als die auf Personalisierung basierenden Stories. Meist sind es Teams, die gemeinsam in Datenbanken recherchieren und ihre Geschichten vor allem online und interaktiv so präsentieren, dass der Leser zum Mit-Rechercheur werden kann.

Wissenschaftsreportage: Die meist hochkomplizierten Erkenntnisse der Natur- und Gesellschaftswissenschaften einem breiten Publikum so zu erzählen, dass es sich gleichermaßen unterhalten wie informiert fühlt, ist eine Kunst, die wir besonders dann auszeichnen wollen, wenn sie sich aller Formen bedient, die heutzutage dem modernen Erzähler zur Verfügung stehen.

Beste Lokalreportage:
Reporter in Lokalredaktionen arbeiten unter besonders schwierigen Bedingungen, sie stehen unter Zeit-, Platz- und Kostendruck; sie müssen sich ihre Reportagen erkämpfen gegen widrige Umstände. Umso bemerkenswerter ist die Qualität vieler dieser Reportagen, sie zeigen, dass die Reportagen gerade in den Lokalteilen der Tageszeitungen unverzichtbar sind, weil sie nah dran sind am Leben der Leser und es widerspiegeln.

Essay:
Oft ist das Erzählerische, die Reportage, eine zu szenische, zu gedankenarme, zu unintelligente journalistische Form, um über die Wirklichkeit und ihre Widerspiegelung im Überbau zu berichten. Zunehmend schreiben Reporter deshalb essayistische Reportagen, Texte, die irgendwo in der Wirklichkeit beginnen, aber dann lieber dem Gedanken folgen als der Erzählung. So entstehen beispielhaft gute Texte, die immer weniger Reportagen sind und immer mehr Essays und deshalb verdienen, mit einem Preis gewürdigt zu werden.

Kulturkritik:
Der Kritiker, vor allem im Feuilleton zuhause, ist eine uralte journalistische Figur, mal Hassfigur, mal König, immer umstritten - wir möchten jene Kritiker auszeichnen, denen es gelingt, mit eigener Sprache und neuen Formen ihren Job zu machen.

Interview: In den letzten Jahren haben Reporter neue Spielarten des Interviews entwickelt. Sie kombinieren beschreibende, erzählerische Passagen mit Interview-Teilen, sie pflegen wieder das lange Gespräch, das wie ein Portrait wirkt, oder sie kommentieren Antworten des Gesprächspartners, ordnen sie ein. Oder sie fragen einfach so genau und so hartnäckig, bis der Befragte dem Leser einen Einblick gewährt in ein Leben, das bisher im Verborgenen lag. So sind Interviewformen entstanden, die beispielhaft sind.

Freier Reporter: Immer mehr Reporter arbeiten nicht mehr in Redaktionen, der wirtschaftliche Druck hat viele Zeitungen und Zeitschriften veranlasst, kostenaufwendige journalistische Formen auf Freie auszulagern. Sie tragen nun das Risiko aufwändiger Recherche und akribischer Textarbeit, viele von ihnen können sich Reportagen nicht mehr leisten. Sie wollen wir mit dem Preis für den besten freien Reporter ermuntern, weiter an Texten zu arbeiten, die ihnen wichtig sind, auch wenn sie sich vielleicht nicht mehr rechnen.

Innovation: Es gibt journalistische Arbeiten, die in keine Kategorie gehören, die auf originelle Weise den herkömmlichen Journalismus überwinden und in die Zukunft weisen. Alle Formate, Texte, Grafiken, Fotos, und die Mischung aus alldem, sind willkommen, auch Crowdfunding-Projekte, neue Formen in den sozialen Medien, Neugründungen und ähnliches. All das, was den Journalismus spektakulär erneuert, soll mit diesem Preis ausgezeichnet werden.

Eingereicht werden können alle deutschsprachigen Texte, Multimedia-Beiträge und Projekte, die zwischen dem 1. Oktober 2014 und dem 30. September 2015 veröffentlicht wurden.

76 Vorjuroren aus mehr als 30 verschiedenen Redaktionen sichten die Einreichungen und nominieren in jeder Kategorie die besten Arbeiten. Texte aus der eigenen Redaktion liegen einem Vorjuror nicht vor. Die nominierten Arbeiten werden auf der Website vorgestellt, in der Kategorie "Reportage" können die Teilnehmer des Reporter-Workshops in Hamburg als Juroren mitwirken.

Am 7. Dezember kommt die Jury des Deutschen Reporterpreises, in der Journalisten, Publizisten und qualifizierte Leser sitzen, in Berlin zusammen, diskutiert die besten Texte und übergibt die Preise abends an die ausgezeichneten Journalisten.

 


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Reader: Reporterpreis 2015


Der Reader zum Reporterpreis 2015. Viel Spaß beim Lesen!


Jurysitzung 2015


Preisverleihung 2015


Termine 2015



Montag, 7. Dezember:
Verleihung Deutscher Reporterpreis




Reporterpreis 2015


Einsendeschluss
ist Donnerstag, 1. Oktober 2015, 12 Uhr. Bitte formatieren Sie Ihren Text nach dieser Vorlage und senden Sie ihn an reporterpreis@reporter-forum.de. (Hinweis: Bitte TATSÄCHLICH das Format der Vorlage übernehmen!) 
Bei webbasierten Einreichungen reicht es, den Link per Email zu schicken.


Masterclass Wissenschaftsjournalismus


Vor einem Jahr haben die Robert Bosch Stiftung und das Reporter-Forum die Masterclass Wissenschaftsjournalismus ins Leben gerufen. Gemeinsam wollten wir ausloten, wie sich komplexe Wissenschaftsthemen auf neue Art erzählen lassen. Zehn Reporter-Teams, ausgewählt von einer Jury,
erhielten Recherche-Stipendien. Referenten mit internationalem Renommee schulten sie in multimedialem Storytelling, dann machten sie sich ans Werk, unterstützt vom Leiter der Masterclass, dem Wissenschaftsautoren Christian Schwägerl.

Jetzt sind die zehn Arbeiten fertig. Wir möchten Sie einladen, sie in Augenschein zu nehmen, auf dieser eigens gebauten Seite: HIER.



Workshop 2013 - die Videos



 

Kontakt: Reporter Forum e.V. | Sierichstr. 171 | 22299 Hamburg