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Jonathan Stock bei der Preisverleihung im Dezember |
Jonathan Stock hat ein Jahr lang verdeckt im deutschen Islamisten-Millieu recherchiert. Im Interview berichtet er von seinem Leben als Muslim und vom schmuddeligen Image der Undercover-Recherche im deutschen Journalismus. mehr... |
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Pollmer (2.v.l.) während der Jurysitzung im Soho House Berlin |
"Jede Jurysitzung ist ein eigentlich unzulässiges Experiment: Eine Gruppe von Menschen versucht durch den Austausch vieler subjektiver Betrachtungen zu einem möglichst objektiven Ergebnis zu kommen." Cornelius Pollmer, Volontär bei der Süddeutschen Zeitung, saß als Vertreter des Reporter-Forums in der Jury des Reporterpreises (2. v. l.). Hier sein Bericht. mehr... |
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Uchatius und Leser-Juror Pollmer bei der Preisverleihung |
Obwohl die Bundesrepublik Deutschland den Einsatz und die Herstellung von Streubomen völkerrechtlich verbindend ächtet, fließen Steuergelder in Riester-Produkte, die unter anderem den Herstellern dieser Waffen zugute kommen. Reporterpreis-Gewinner Wolfgang Uchatius im Interview über Waffen zum Anfassen, Streubomben auf Äckern und in Gärten und seine Interpretation eines Adorno-Zitates. mehr... |
Richter: Einstieg sollte in media res gehen |
Konstantin Richter hat die komplette Produktion der Verdi-Oper "Nabucco" von den Planungen bis zur Premiere begleitet. Nicht an der Mailänder Scala, nicht an der Opéra National de Paris oder der Metropolitan Opera, sondern in Flensburg. Für seine Reportage hat er den Reporterpreis in der Kategorie Kultur gewonnen. Im Interview erzählt er, über lange Recherchen, apodiktische Urteile und Hochkultur in der Provinz. mehr... |
Martin: "Der Reporterpreis ist ein wichtiger Ansporn." |
Uwe H. Martin ist der Gewinner des Reporterpreises in der Kategorie Webreportage. Im Interview beantwortet der Fotograf die Frage, was seine Multimedia Web-Reportage von einem Fernsehfilm unterscheidet, wie er aus 35 Stunden Film und 7.000 Fotos seinen Beitrag geschitten hat und warum der Reporterpreis wichtig für die Entwicklung seines Genres ist. mehr... |
Autoren-Interview |
Ariane Bemmer: Ich mag Dialoge, weil sie so unmittelbar sind |
In „Flüstern oder Schreien“ beschreibt Ariane Bemmer (Tagesspiegel) den Alltag einer überforderten Behörde: das Jugendamt Berlin-Spandau. Dafür wurde sie mit dem Reporterpreis 2011 in der Kategorie Lokalreportage ausgezeichnet. Im Interview berichtet sie nun von ihrer Recherche und der Reaktion aus dem Jugendamt. mehr... |
Ulrike Demmer: Sechs Monate zähes Ringen mit dem Apparat |
Ulrike Demmer hat den Deutschen Reporterpreis 2011 in der Kategorie "Beste politische Reportage" gewonnen. In "Die Ritter der Drachenburg" schildert sie die monströse Bürokratie, die das Bundesverteidigungsministerium beherrscht. Jetzt verrät sie im Interview, wie lange sie telefoniert, gequengelt und gerungen hat, um im Ministerium an einer Telefonkonferenz zwischen Bonn und Berlin teilnehmen zu dürfen und beschreibt ihre Recherche. mehr... |

Für das Seminyak-Stipendium haben sich in der ersten Runde 27 Journalistinnen und Journalisten beworben. Das ist nicht viel, aber wir fangen ja erst an, und die Qualität war ausgezeichnet. Der Jury, Ariel Hauptmeier, Nils Minkmar und mir, ist es schwer gefallen, die Sieger zu küren. Viele hätten eine Förderung verdient. Begeistert sind wir von unseren drei Siegern.
Massimo Giuseppe Bognanni ist Gesellschafter des Journalistenbüros Weitwinkel. Er möchte über Asylbewerber schreiben, die von Deutschland nach Italien abgeschoben werden und dort in schlimmen Verhältnissen landen.
Hauke Friederichs arbeitet als freier Journalist für Die Zeit oder Cicero. Er hat sich eine investigative Recherche über Waffengeschäfte vorgenommen.
Elisabeth Weydt arbeitet ist freiberufliche Journalistin, meistens für den WDR, hin und wieder auch für Print-Medien und Produktionsfirmen.. Sie möchte über Kinderarbeit in Bolivien schreiben.
Alle drei haben originelle Ansätze gewählt, die ich hier nicht näher erläutern möchte, da ihre Geschichten natürlich exklusiv sein sollen. Im Fördertopf sind insgesamt 10000 Euro, die Hälfte davon steuert Claus Kleber bei. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Bognanni, Friederichs und Weydt.
Dirk Kurbjuweit
Rubrik: Gern gelesen |
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Sie sind die Helden der Kinderzimmer. Sie haben viele von uns geprägt. Wie kann das sein? Matthias Hannemann hat eine Zeitreise in die Gegenwart gemacht - und sein Text gefällt Jakob Vicari so gut, dass er ihn in unserer Rubrik "gern gelesen" vorstellt. mehr... |
Rubrik: Wie man's macht |
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Verlasse dich auf dein eigenes Urteil, nicht auf die Risikowahrnehmung in den Redaktionen daheim, lautet die Botschaft der “Spiegel”-Reporter Cordula Meyer und Uwe Buse. Denn vor Ort, in diesem Fall: im atomar verstrahlten Erdbebengebiet von Fukushima, ist alles oft ganz anders. In den Tagen nach der Katastrophe war die Verunsicherung groß. Selbst hart gesottene Krisenreporter winkten ab, als es um die Frage ging: Wer fährt hin? Meyer und Buse ließen sich von diesen irrationalen Ängsten nicht abschrecken, sondern recherchierten, wie groß das Risiko ist. Das Ergebnis: Jeder dritte Deutsche erkrankt an Krebs. Nimmt man zusätzlich eine Strahlendosis von 100 Milisievert auf – eine gewaltige Dosis, die die meisten Einwohner von Fukushima bei weitem nicht erreicht haben, die Reporter, die sich vorübergehend dort aufhalten, sowieso nicht - erkrankt ein Mensch von 100 zusätzlich an Krebs. Das Krebsrisiko steigt also von rund 30 auf rund 31 Prozent. Das weiß man aus Studien über die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki, wird in der Wissenschaft aber weiterhin kontrovers diskutiert. In jedem Fall: Ist das Risiko für einen Reporter vertretbar? Hinfahren? Oder nicht? Und wie findet man, wenn man dann schließlich da ist, einen jener Arbeiter, die im zerstörten AKW die Drecksarbeit verrichten? |
Es war die wichtigste Reportage-Debatte seit langem. Anfang Mai wurde René Pfister der Kisch-/Nannen-Preis erst zu- und dann aberkannt. Er hatte die Einstiegsszene rekonstruiert, das aber nicht kenntlich gemacht hatte. In den Tagen und Wochen darauf wurde leidenschaftlichen gestritten: über Reporter-Handwerk und Jury-Hybris, über Schreib-Freiheiten und die Grenzen des Erlaubten. Weil diese Debatte so lehrreich ist, haben wir einen Reader mit den wichtigsten Beiträgen zusammengestellt. Und zudem drei Autoren gebeten – sie sind selbst nicht Teil des Gemenges -, die Standpunkte einzuordnen: Bernhard Pörksen, Professor aus Tübingen, Georg Brunold, Experte für literarische Reportagen, und Nora Berning, eine junge Narratologin. Bitte laden Sie den Reader als pdf-Dokument hier herunter.
Ab sofort veröffentlichen wir die Mitschnitte vom Reporter-Workshop auch als Podcast. Wer iTunes verwendet, folge diesem Link, wer per RSS-Feed über neue Folgen informiert werden möchte, klickt hier.
Dontarrious, 15.01.2012, 10:59 Uhr:
You've got it in one. Couldn't have put it btteer.
Monika, 15.12.2011, 14:11 Uhr:
Lieber Uwe, herzlichen Glück-wunsch zu Deinem Preis und Erfolg mit "Texas Blues" Ich habe an Dich geglaubt und bin so stolz auf Dich! Deine M.
Sparky, 12.12.2011, 06:02 Uhr:
Knocked my socks off with konlwdege!
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