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22.07.14

"Das missachtete Publikum"

 

"Blattmacher, die (...) ihr Publikum missachten und Journalismus für Journalisten machen, verlieren dramatisch an Reichweite", sagt der Journalist und Medienwissenschaftler Michael Haller. Doch was erwarten die Leser heutzutage von uns Journalisten? Und warum lohnt es sich, gegen den Mainstream anzuschreiben? Darüber sprach Haller in seiner Keynote auf dem Reporter-Workshop 2014.

Zum Video geht es HIER.


Ausschreibung: Recherchestipendien der Robert Bosch Stiftung


Ihr wollt allein oder im Team aktuelle Themen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, im Südkaukasus, in Russland, Griechenland und in der Türkei oder in Deutschland, Österreich und der Schweiz recherchieren? Dann lohnt sich ein Blick auf die Seite der Robert Bosch Stiftung.

Die Robert Bosch Stiftung vergibt Recherchestipendien in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2014.

Zum Online-Bewerberportal geht es HIER.


"Werde das, was zu dir passt"


Erst war er Journalist, heute vertreibt Michalis Pantelouris Olivenöl. Er sagt: Erstaunlich viele Journalisten sind unglücklich in ihrem Beruf. Er kennt Sprüche von Kollegen wie "Wenn ich was gelernt hätte, würde ich was Richtiges machen." Doch warum ist das eigentlich so? Auf dem Reporter-Workshop 2014 sprach Michalis Pantelouris in einer 5-minütigen Keynote darüber, warum so viele von uns unglücklich sind, mit dem, was sie tun.

Zum Video geht es HIER.


"Print ist großartig - Plädoyer gegen das Rumgeheule"


Warum lassen wir uns eigentlich so bange machen? Und warum reden wir den Print-Journalismus so schlecht?, fragt sich Philipp Köster, Chefredakteur von 11Freunde. Aus seiner Sicht gibt es gar keinen Grund, rumzujammern. Ganz im Gegenteil. Deshalb gab er seiner Keynote auf dem Reporter-Workshop 2014 den Titel "Print ist großartig - Plädoyer gegen das Rumgeheule".

Warum wir mehr Mut brauchen und auch einmal etwas riskieren müssen, das erfahrt ihr in diesem Video.


Gemeinnütziges Recherchebüro Correct!v ist gestartet


Sie wollen die Gesellschaft transparenter machen. Sie wollen unethisches Verhalten aufdecken. Sie wollen den Journalismus gemeinnütziger machen. Wie? Durch aufwändige Recherchen. Dazu haben David Schraven und andere Journalisten "das erste gemeinnützige Recherchebüro im deutschsprachigen Raum" gegründet. CORRECT!V heißt das Projekt, das sich das US-Modell ProPublica zum Vorbild nimmt und sich allein durch Stiftungen und Spenden von Lesern und Nutzern finanziert.

Zu CORRECT!V geht es HIER.


Wir trauern um Frank Schirrmacher


Völlig überraschend ist am Donnerstag der FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher gestorben. Er wurde nur 54 Jahre alt. Mit ihm verlieren wir einen einzigartigen Kollegen, einen furchtlosen Journalisten, der etwas bewegen wollte, der nach vorne drängte, jemanden, der schon früh nach einem Weg aus der Krise des Journalismus suchte.

Wie die Zukunft des Journalismus aussehen könnte, darüber sprach er schon auf dem Reporter-Workshop vor zwei Jahren. Eine Videobotschaft - und eine Erinnerung an einen großen Publizisten.

Wir verlieren einen langjährigen Förderer des Reporter-Forums. Lieber Frank, Ihre Intelligenz, Ihre Leidenschaft, Ihre Freundlichkeit werden uns fehlen, liebe Rebecca, wir trauern mit Ihnen.


So geht Mobile Journalism


Fast jeder Journalist hat eins in der Tasche: ein Smartphone. Doch wie man das Smartphone optimal dazu nutzen kann, um von unterwegs multimedial zu berichten, das wissen nur die wenigsten. Worauf muss man beim Filmen mit dem Handy achten? Wie schneidet man Audio- oder Videodateien auf dem Smartphone? Wie macht man bessere Fotos? Welche Apps und Programme braucht man eigentlich?

Diese und andere Fragen beantwortet Robb Montgomery in seinem Buch „Field Guide for Mobile Journalism“, das kürzlich erschienen ist und über das er auch am 13. Juni im Rahmen des Reporter-Workshops in seinem Vortrag „Wie man aus seinem Smartphone ein Reporter-Lab macht“ sprechen wird. Wer schon einmal reinlesen möchte, kann das Buch hier bekommen: www.mojogui.de


"ReporterLAB" für innovativen Journalismus


Sind wir so schlecht, wie die Zahlen vermuten lassen? Der Print-Journalismus in Deutschland verliert Leser, Vertriebserlöse und Anzeigenerlöse und damit auf Dauer die Mittel, die nötig sind, um unabhängigen Journalismus zu finanzieren. Die ersten Zeitungen sind eingestellt, andere verkauft, wieder andere werden zusammengelegt. In vielen Redaktionen folgt eine Sparrunde auf die andere, journalistische Arbeitsplätze gehen auf Dauer verloren.

Es ist höchste Zeit, dass wir Journalisten die Zukunft unserer Branche nicht Verlagen überlassen, die zu lange an überkommenen Geschäftsmodellen und publizistischen Konzepten festhalten, die bisher keine überzeugenden Lösungen für bezahlten Journalismus im Netz gefunden haben. Wir müssen Einfluss nehmen darauf, was mit unseren Zeitungen, Zeitschriften und Websites passiert.

Indem wir
- neue Ideen für ungewöhnliche journalistische Formen entwickeln,
- stärker crossmedial denken und arbeiten,
- uns an der Entwicklung von neuen digitalen Medien beteiligen,
- journalistische Projekte auch außerhalb der Verlage wagen.


Um diesen Prozess der journalistischen Erneuerung anzuregen und zu begleiten, wird das Reporter-Forum mit dem "ReporterLAB" Beispiele für innovativen Journalismus im In- und Ausland, Analysen über Gegenwart und Zukunft der Branche, besorgniserregende wie ermutigende Nachrichten kontinuierlich zusammentragen. Das "ReporterLAB" soll vor allem eine Plattform werden für all das, was innerhalb und außerhalb von Redaktionen an Neuem und Ungewöhnlichem gewagt wird. Und so zur Nachahmung anregen.

Wir wollen Partner gewinnen für beispielhafte journalistische Projekte: Die "Masterclass Zukunft des Wissenschaftsjournalismus", die wir zusammen mit der Robert Bosch Stiftung einrichten, um 15 Stipendiaten konzeptionelle und finanzielle Unterstützung zu geben, ist ein erstes Beispiel. Nicht nur Stiftungen, auch Firmen sollen gewonnen werden, ebenso private Geldgeber: Dirk Kurbjuweit und Claus Kleber haben es mit ihrem Seminyak-Stipendium schon vorgemacht.


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Reportagen der Woche


Aktualisiert jeden Freitag, 12 Uhr

Claas Relotius: "Cowboys im Visier" (Claas Relotius · Reportagen · 2014 · 30 Minuten Lesezeit) Die Jobanzeige klang großartig. Ehrliche Arbeit, weit draußen, Cowboykram. Genau richtig für einen Mann wie ihn, dem die Einsamkeit nie Angst gemacht hatte. Erst als Scott das Klicken des Revolvers hört, wird ihm klar, dass Jack kein Typ war, der es auf Hirsche abgesehen hatte. Sondern auf Männer wie ihn…

Nicola Meier: "Die Liebe nach dem Krieg" (Von Nicola Meier · Zeit-Magazin · 17.7.2014 · 20 Minuten Lesezeit) Lena sagt: „Das mit Jim und mir, das war ein Märchen.“ Jim und Lena lernen sich im Irak kennen. Er, der Soldat, sie, die Irakerin. Sie verlieben sich. Jim holt Lena nach Amerika. Für einen unwahrscheinlichen Moment sieht es so aus, als könnte alles gelingen. Dann kehrt der Krieg zurück in ihr Leben…

Nik Afanasjew: "Die Wolkenkratzer" (Der Tagesspiegel · 5.7.2014, jetzt online · 30 Minuten Lesezeit) Berlin ist verdammt flach für eine Großstadt, findet Marat Dupri. Er muss es wissen. Der junge Russe klettert auf die höchsten Gebäude der Welt – ohne Sicherung, ein Leben als Mutprobe. Viele halten ihn für lebensmüde, manche für verrückt. Wie die Roofer-Szene Berlins Dächer erobert…

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Termine 2014


13./14. Juni
Reporter-Workshop
Anfang Juli
Ausschreibung Reporterpreis 2013
Mittwoch, 1. Oktober:
Einsendeschluss Reporterpreis
Montag, 3. November:

Bekanntgabe der Nominierten
Montag, 1. Dezember:
Verleihung Deutscher Reporterpreis



Workshop 2013 - die Videos



 

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