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18.06.13
Moritz von Uslar stellt Fragen, Fragen, Fragen

Moritz von Uslar hat viele schöne Interviews geführt. Er hat Dieter Bohlen gefragt: Wie streichelt man ein Pferd, und Elton John: Was kostet eine goldene Gartenpforte? Und das, obwohl die Regel gilt: “Jede Frage ist eine Zumutung.” Hören Sie hier den Vortrag, den Uslar auf dem Reporter-Workshop 2010 gehalten hat. Der so beginnt: “Ich darf kurz sagen, was ich heute hier veranstalten möchte. Drei Dinge. Erstens trage ich mein Gedicht: ‘1000 zeitlose Thesen zur Kunst des Interviewführens’ vor. Dann werde ich, römisch zwei, Fragen vortragen, die ich vorgestern im Hotel Beau Rivage an den Popstar Phil Collins gestellt habe, und drittens kommen wir zu dem Teil: Fragen von Ihnen. Den halten wir natürlich kurz.”


Nannen-Preis: Giovanni di Lorenzo im stern-Interview

Rubrik: Diskussion

Giovanni di Lorenzo (rote Fliege) und die Nannen-Preis-Jury

Diplomatische Lösung oder überzogene Reaktion? Im "stern"-Interview verteidigt Giovanni di Lorenzo die Aberkennung des Nannen Preises. Hätte die Jury gewusst, dass der Einstieg rekonstruiert war, sagt der "Zeit"-Chef, hätte eine andere Reportage den Preis gewonnen.

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Was also tut ein Reporter?

Ein Beitrag vom zweimaligen Kisch-Preis-Träger Stefan Willeke zur aktuellen Debatte um den Nannen-Preis. Willeke fragt in der aktuellen "Zeit": "Warum soll die Reportage reinrassig bleiben in einer Welt, in der sich immer mehr miteinander vermengt? Die klügsten Hunde sind nicht die mit dem einwandfreien Stammbaum, sondern solche, die man Mischlinge nennt. Warum will man die Reportage daran hindern, sich weiterzuentwickeln, indem man sie auf die Ausschließlichkeit des selbst Erlebten festlegt?"  mehr...


Wolfgang Michal analysiert in sieben Anmerkungen die Debatte um die Pfister-Reportage. Wir veröffentlichen seinen Text, damit nach der Jury-Schelte nun die inhaltliche Debatte beginnen kann. Wir freuen uns auf eine lebhafte Debatte. Kommentare bitte an kontakt@reporter-forum.de

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Kisch-Debatte: Interview mit René Pfister

Renè Pfister äußert sich im Interview mit dem Reporter-Forum zur Entscheidung der Nannen-Jury und verteidigt seinen Text: "Dass man aus Erfragtem, Erzähltem und Gelesenem eine Schilderung macht, ist absolut übliches journalistisches Handwerk." mehr...


Der Skandal findet nicht statt

Ariel Hauptmeier kritisiert in einem offenen Brief den Artikel "Skandal beim Nannen-Preis", den die Enkelin des Stern-Gründers im Hamburger Abendblatt veröffentlichte. mehr...


Reader zum Henri-Nannen-Preis 2011


Anfang Mai haben Gruner+Jahr und der "stern" in Hamburg der Henri-Nannen-Preis 2011 verliehen. In der Kategorie "Beste Reportage", dem früheren Egon-Erwin-Kisch-Preis, hatte die Vorjury 32 Texten vornominiert. Bitte finden Sie hier einen Reader mit allen 32 vornominierten Arbeiten. Ariel Hauptmeier hat die gut 300 Seiten im Vorfeld der Preisverleihung (also lange vor der Debatte um René Pfister) durchgearbeitet und empfahl damals zehn Stücke zu besonders aufmerksamer Lektüre.  mehr...


DPA mit neuen Recherche-Richtlinien

Ein Terroranschlag in einem kalifornischen Provinznest? Und das exklusiv? Im vergangenen September erlebte die Deutsche Presse-Agentur dpa mit der Affäre "Bluewater" ein Glaubwürdigkeits-Waterloo. "Eine Story, die zu gut ist, um wahr zu sein, ist vermutlich genau dies: nicht wahr", schrieb Wolfgang Büchner, heute Chefredakteur der dpa, damals an seine Mitarbeiter. Und nun hat er nachgelegt: Zwölf Regeln für die Recherche sollen künftig sicherstellen, dass in Zukunft wieder gilt: Be first, but first be right.

Rubrik: Wie man's macht

Mathias Mesenhöller schreibt historische Reportagen - Rekonstruktionen, deren Ziel es ist, so unterhaltsam zu sein wie ein Sandalenfilm und so lehrreich wie ein historisches Lexikon. Kurz: Dem Leser Geschichte darzureichen in ihrer unterhaltsamsten Form. Wie er arbeitet? Erzählt Mesenhöller hier. mehr...


Die Reportage im Netz

Wie wird man eines Tages im Internet journalistisch Geschichten erzählen? Klar ist: Lange Reportagen, wie wir sie kennen aus Zeitungen und Magazinen, funktionieren nicht im Netz - zu kurz ist dort die Aufmerksamkeitsspanne, zu anders die Erwartungshaltung an das Medium. Wird die vertonte Dia-Schau, anglizistisch: "Audio-Slideshow", die Königsdisziplin werden? Simon Kremer über ein in Deutschland bislang kaum bekanntes Genre.  mehr...


Der Spaziergang als Short Story

Rund 40 Jahre ist es her, dass Ben Witter für die "Zeit" seine "Spaziergänge mit Prominenten" gemacht hat - eine Serie von Porträts, später in einem Buch zusammengefasst - Texte jedenfalls, die bis heute nichts von ihrem Glanz verloren haben, oder, wie Stephan Porombka schreibt, "exemplarische Stilübungen für Kulturjournalisten" sind. Dazu: Zwei "Spaziergänge" von Witter, der eine mit Helmut Schmidt, der andere mit Axel Springer.  mehr...


Recherchieren für Reporter

Wie sollen Reporter recherchieren? Wie Fakten und Erzählelemente mischen? Wie penetrant dürfen sie sein? Wann sollten sie ihren Gefühlen, wann ihrem Verstand trauen? Stefan Willeke, zweimaliger Kisch-Preisträger, über Erzähltrichter, Tiefenschärfe und den "Test der einfachen Sätze" mehr...


Antagonistisches Erzählen

Erzählen in Gegensatzpaaren - das ist ein einfacher dramaturgischer Kniff, der eine beträchtliche Wirkung entfalten kann. Bitte finden Sie hier einige Text-Beispiele aus dem Archiv dieser Website. mehr...


Rubrik: Wie man's macht

Christian Thiele, Textchef beim Playboy, hat uns einige seiner Schreibtipps geschickt. Hier sind seine Gedanken über gelungene Portale, gut beschriebene Personen, Adjektive und Absätze - und über Auswege aus der gefürchteten Schreibsperre.   mehr...


Wolfgang Büscher über den eigenen Ton - und wie man ihn findet

In seiner Reise-Erzählung "Berlin - Moskau" berichtet Wolfgang Büscher von einer ungewöhnlichen Tour: Von Berlin nach Moskau, zu Fuß. Das Buch lebt von den geschilderten Erlebnissen; mindestens ebenso stark aber vom Ton der Erzählung, von der Sprache, die die Gedanken und Eindrücke des allein Reisenden formt und vermittelt. Für das Reporter-Forum hat Ariel Hauptmeier mit Wolfgang Büscher darüber gesprochen, was den eigenen Ton ausmacht - und wie man ihn finden kann.   mehr...


Beate Lakotta: "Ich hatte oft Angst vor meinen Fragen"

Warum wünschen Sie sich, dass Ihr behinderter Sohn stirbt? Sind Sie je geliebt worden? Wie kommt es, dass Sie auf Sex in Gummiklamotten fixiert sind? Spiegel-Redakteurin Beate Lakotta, 42, stellt Fragen, die sich sonst niemand zu stellen traut. Wie man darauf Antworten bekommt, erfragte Nicole Basel für das Reporter-Forum im Gespräch mit der Autorin. mehr...


Henning Sußebach: Wie finde ich ein Thema?

Muss in jeder guten Reportage mindestens eine Katastrophe vorkommen oder ein Prominenter? Für Henning Sußebach liegen die spannenden Themen vor der Haustür. Der „Zeit?-Reporter über seine neue Begeisterung für die Exotik des Alltäglichen. mehr...


Rubrik: Wie man's macht

Die Zukunft des Qualitätsjournalismus liegt im Internet – sagt der US-amerikanische Multimedia-Pionier Brian Storm. Der Fotojournalist zeigte in Hamburg eine neue Darstellungsform für die Web-Reportage. Für das Reporter-Forum berichtet Hauke Friederichs.   mehr...


Wolf Schneider über das Gesetz der 20 Sekunden

Nur Erpresserbriefe werden freiwillig zu Ende gelesen. Sonst gilt: Wenn der erste Satz einer Geschichte langweilig ist, hat der zweite beim Leser schon verloren. Auch für guten Journalismus gilt das Gesetz der 20 Sekunden, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Journalistenlehrer Wolf Schneider beschreibt für das Reporter-Forum, warum das so ist. mehr...


Cordt Schnibben: Von der guten zur sehr guten Reportage

Während des ersten Reporter-Workshops am 8. und 9. Juni 2007 hat Cordt Schnibben 35 Fragen zu Inhalt, Struktur und Sprache formuliert, an denen sich gute Reportagen messen lassen. mehr...


Ein Küchenkreis für bessere Texte

Sie nennen sich „Küchenkreis“, aber es geht um mehr als Essen und Plaudern. Seit einem Jahr treffen sich acht Journalisten von Brigitte, Stern, Zeit und Geo, um nachzuholen, was im Redaktionsalltag manchmal zu kurz kommt: Sich Austauschen und Ausprobieren – ohne Konkurrenzdruck. Hauke Friederichs sprach für das Reporter-Forum mit den Brigitte-Redakteurinnen Tinka Dippel und Silke Stuck; das vollständige Interview und zwei weitere Texte über den Nutzen der gemeinsamen Textarbeit finden sie hier  mehr...


ÜBER DIESE RUBRIK

Auf dieser Seite wollen wir Texte über das Schreiben sammeln: Konkrete Arbeitshilfen und Tipps, Grundlagen und Überlegungen dazu, wie eine gute Reportage entsteht. Und wie sie, einmal aufgeschrieben, weiter verbessert werden kann.

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