Reporter Forum Logo
29.07.14

"In fünf Jahren..."


Was glaubt ihr, wie wir in fünf Jahren arbeiten werden? Und wie würdet ihr gerne arbeiten? Das fragten wir im Anschluss an den Reporter-Workshop 2014 einige der Teilnehmer. Jede/r hatte 90 Sekunden Zeit, um die Fragen zu beantworten. Die freie Journalistin Linda Tutmann wünscht sich, dass wir in fünf Jahren weniger angsterfüllt auf den Journalismus blicken. Paula Scheidt hofft, dass sich Journalisten stärker voneinander unterscheiden. Und Dirk Peitz würde gern mehr Geschichten lesen, die glücklich machen.

Weitere Antworten gibt es HIER im Video.


Ausschreibung: Beste Reportage junger JournalistInnnen


Das Netzwerk JungeJournalisten.de, die Heinrich-Böll-Stiftung und Süddeutsche.de zeichnen zum vierten Mal die beste Reportage junger Journalistinnen und Journalisten in deutscher Sprache aus. Die Reportage sollte ein politisch und/oder gesellschaftlich relevantes Thema behandeln und nicht länger als 10.000 Zeichen sein. Eine Jury (Dirk Kurbjuweit, Julia Bönisch, Michael Haller, Annette Maennel, Jens Twiehaus, Maris Hubschmid) wählt den besten Text aus.

Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

BewerberInnen dürfen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht älter als 30 Jahre gewesen sein.

Mehr Infos gibt es HIER.


Ausschreibung: Recherchestipendien der Robert Bosch Stiftung


Ihr wollt allein oder im Team aktuelle Themen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, im Südkaukasus, in Russland, Griechenland und in der Türkei oder in Deutschland, Österreich und der Schweiz recherchieren? Dann lohnt sich ein Blick auf die Seite der Robert Bosch Stiftung.

Die Robert Bosch Stiftung vergibt Recherchestipendien in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2014.

Zum Online-Bewerberportal geht es HIER.


Gemeinnütziges Recherchebüro Correct!v ist gestartet


Sie wollen die Gesellschaft transparenter machen. Sie wollen unethisches Verhalten aufdecken. Sie wollen den Journalismus gemeinnütziger machen. Wie? Durch aufwändige Recherchen. Dazu haben David Schraven und andere Journalisten "das erste gemeinnützige Recherchebüro im deutschsprachigen Raum" gegründet. CORRECT!V heißt das Projekt, das sich das US-Modell ProPublica zum Vorbild nimmt und sich allein durch Stiftungen und Spenden von Lesern und Nutzern finanziert.

Zu CORRECT!V geht es HIER.


Wir trauern um Frank Schirrmacher


Völlig überraschend ist am Donnerstag der FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher gestorben. Er wurde nur 54 Jahre alt. Mit ihm verlieren wir einen einzigartigen Kollegen, einen furchtlosen Journalisten, der etwas bewegen wollte, der nach vorne drängte, jemanden, der schon früh nach einem Weg aus der Krise des Journalismus suchte.

Wie die Zukunft des Journalismus aussehen könnte, darüber sprach er schon auf dem Reporter-Workshop vor zwei Jahren. Eine Videobotschaft - und eine Erinnerung an einen großen Publizisten.

Wir verlieren einen langjährigen Förderer des Reporter-Forums. Lieber Frank, Ihre Intelligenz, Ihre Leidenschaft, Ihre Freundlichkeit werden uns fehlen, liebe Rebecca, wir trauern mit Ihnen.


So geht Mobile Journalism


Fast jeder Journalist hat eins in der Tasche: ein Smartphone. Doch wie man das Smartphone optimal dazu nutzen kann, um von unterwegs multimedial zu berichten, das wissen nur die wenigsten. Worauf muss man beim Filmen mit dem Handy achten? Wie schneidet man Audio- oder Videodateien auf dem Smartphone? Wie macht man bessere Fotos? Welche Apps und Programme braucht man eigentlich?

Diese und andere Fragen beantwortet Robb Montgomery in seinem Buch „Field Guide for Mobile Journalism“, das kürzlich erschienen ist und über das er auch am 13. Juni im Rahmen des Reporter-Workshops in seinem Vortrag „Wie man aus seinem Smartphone ein Reporter-Lab macht“ sprechen wird. Wer schon einmal reinlesen möchte, kann das Buch hier bekommen: www.mojogui.de


"ReporterLAB" für innovativen Journalismus


Sind wir so schlecht, wie die Zahlen vermuten lassen? Der Print-Journalismus in Deutschland verliert Leser, Vertriebserlöse und Anzeigenerlöse und damit auf Dauer die Mittel, die nötig sind, um unabhängigen Journalismus zu finanzieren. Die ersten Zeitungen sind eingestellt, andere verkauft, wieder andere werden zusammengelegt. In vielen Redaktionen folgt eine Sparrunde auf die andere, journalistische Arbeitsplätze gehen auf Dauer verloren.

Es ist höchste Zeit, dass wir Journalisten die Zukunft unserer Branche nicht Verlagen überlassen, die zu lange an überkommenen Geschäftsmodellen und publizistischen Konzepten festhalten, die bisher keine überzeugenden Lösungen für bezahlten Journalismus im Netz gefunden haben. Wir müssen Einfluss nehmen darauf, was mit unseren Zeitungen, Zeitschriften und Websites passiert.

Indem wir
- neue Ideen für ungewöhnliche journalistische Formen entwickeln,
- stärker crossmedial denken und arbeiten,
- uns an der Entwicklung von neuen digitalen Medien beteiligen,
- journalistische Projekte auch außerhalb der Verlage wagen.


Um diesen Prozess der journalistischen Erneuerung anzuregen und zu begleiten, wird das Reporter-Forum mit dem "ReporterLAB" Beispiele für innovativen Journalismus im In- und Ausland, Analysen über Gegenwart und Zukunft der Branche, besorgniserregende wie ermutigende Nachrichten kontinuierlich zusammentragen. Das "ReporterLAB" soll vor allem eine Plattform werden für all das, was innerhalb und außerhalb von Redaktionen an Neuem und Ungewöhnlichem gewagt wird. Und so zur Nachahmung anregen.

Wir wollen Partner gewinnen für beispielhafte journalistische Projekte: Die "Masterclass Zukunft des Wissenschaftsjournalismus", die wir zusammen mit der Robert Bosch Stiftung einrichten, um 15 Stipendiaten konzeptionelle und finanzielle Unterstützung zu geben, ist ein erstes Beispiel. Nicht nur Stiftungen, auch Firmen sollen gewonnen werden, ebenso private Geldgeber: Dirk Kurbjuweit und Claus Kleber haben es mit ihrem Seminyak-Stipendium schon vorgemacht.


@reporterforum auf twitter folgen


Das Reporter-Forum ist eine Bürgerinitiative für guten Journalismus. mehr




Reportagen der Woche


Aktualisiert jeden Freitag, 12 Uhr

Arno Frank: "So, und jetzt kommst du" (Dummy · Nummer 43 · 20 Minuten Lesezeit) Das große Geld! Sein Vater hatte es ihm monatelang versprochen, aber es passierte nichts. Bis er ihn eines Nachts weckte. “Hey Großer. Wir ziehen um. Gleich morgen. Pack ein, was du mitnehmen willst.” Sie brachen auf an die Cote d’Azur. Ein neues Leben. Doch die Verfolger waren ihnen dicht auf den Fersen: Es war die Polizei…

Henning Sußebach: "Herr Hibbe macht zu" (Die Zeit · 17.7.2014 · 25 Minuten Lesezeit) An einem Freitagmorgen blickt Klaus Hibbe durch das Schaufenster in die Fußgängerzone und sieht eine Welt voller Abtrünniger. Sie haben ihn hintergangen, sie haben ihn verraten, sie bestellen jetzt im Internet. Klaus Hibbes Kaufhaus stirbt. Irgendwie ist an diesem Morgen alles wie immer – und nichts mehr so, wie es mal war…

Ralf Hoppe: "Der Sohn der Bestie" (Der Spiegel · 26.5.2014, jetzt online · 20 Minuten Lesezeit) Die Polizisten ließen ihm nichts, sein Geld war weg – und Jonathan blieb keine andere Wahl. Er hatte sich immer vor ihr gefürchtet, man erzählte sich schlimme Dinge über sie. Aber der Güterzug, den sie “Bestie” nannten, war seine einzige Chance in die USA zu kommen. 4000 Kilometer. Die gefährlichste Reise der Welt…

Hier geht es zum Archiv.

 


Termine 2014


13./14. Juni
Reporter-Workshop
Anfang Juli
Ausschreibung Reporterpreis 2013
Mittwoch, 1. Oktober:
Einsendeschluss Reporterpreis
Montag, 3. November:

Bekanntgabe der Nominierten
Montag, 1. Dezember:
Verleihung Deutscher Reporterpreis



Workshop 2013 - die Videos



 

Kontakt: Reporter Forum e.V. | Sierichstr. 171 | 22299 Hamburg