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20.12.14

Deutscher Reporterpreis 2014 in Berlin verliehen

(v.l.n.r.) Henning Sußebach, Martin Spiewak, Christoph Dorner, Moritz Klack, Paula Scheidt, Julius Tröger, Uta Keseling, Sven Michaelsen, Max Boenke (es fehlen Takis Würger, Marlene Halser, David Wendler)


In Berlin ist am 1. Dezember der Deutsche Reporterpreis vergeben worden - der Preis von Journalisten für Journalisten. Zwei prominent besetzte Jurys hatten am gleichen Tag über die 60 nominierten Texte debattiert, ehe der Preis am Abend vor 300 Gästen im Meistersaal am Potsdamer Platz verliehen wurde. Die Gewinner:

Beste Reportage
Der Deutsche Reporterpreis für die „Beste Reportage“ 2014 geht an den „Zeit“-Redakteur Henning Sußebach für seine Geschichte „Herr Hibbe macht zu“. Er beschreibt darin die Insolvenz eines 115 Jahre alten Provinz-Kaufhauses – und den parallelen Aufstieg eines Internet-Shops für Herrensocken. Die Jury lobte die Präzision, mit der er den Strukturwandel beleuchtet, die hochauflösenden Details, die das Geschehen transparent machen, und seine Unparteilichkeit. Er schaue nicht wehmütig zurück, sondern warmherzig auf das Jetzt. Und es sei ein „saukomischer“ Text, urteilte die Jury.

Bester Essay
„Zeit“-Redakteur Martin Spiewak erhält den Preis für den besten Essay. Sein Stück „Wir sind keine Sorgenkinder“ räumt mit dem in Ratgebern, Artikeln und TV-Sendungen verbreiteten Mythos einer Erziehungskatastrophe auf. Die Realität, weist Spiewak glänzend recherchiert nach, ist eine andere: Deutschlands Kindern gehe es immer besser. Sein facettenreiches Stück ist so gesehen auch ein Stück Medienkritik: gegen das vorschnelle Nachplappern vermeintlicher Wahrheiten.

Beste politische Reportage
Takis Würger vom „Spiegel“ erhält den Preis für die „Beste politische Reportage“. Sein Stück „Fünf Mann und eine Revolution“ beschreibt eine Gruppe junger Männer, die einen Baumarkt in der Ukraine blockieren, der angeblich zum Firmenimperium der Präsidentenfamilie gehört - ihr Beitrag zum Aufstand. Würger gelingt es, eine ungewöhnliche Nähe zu den Protagonisten aufzubauen, er begleitet sie nach Hause und vermag es, dem Geschehen eine Alltäglichkeit abzugewinnen, die den schier unüberschaubaren Konflikt verständlich macht. Sein Text steche aus den zahlreichen Ukraine-Berichten hervor, sagte die Jury.

Beste Lokalreportage
In der Kategorie „Beste Lokalreportage“ zeichnet die Jury in diesem Jahr Christoph Franz Dorner von der Zeitenspiegel-Reportageschule aus, für seinen Text „Die verblühenden Gärten von Hoywoy“. Darin porträtiert er die Bewohner einer Kleingartenkolonie am Rand von Hoyerswerda. Erfolgreich umschiffe er die üblichen Klischees der Ost-Berichterstattung, sagte die Jury. Stattdessen beschreibe er eine Insel voll menschlicher Wärme, die Trost spendet für die Einwohner einer Stadt, die man seit langem abgeschrieben hat.
 
Bester freier Reporter
In der Kategorie „Bester freier Reporter“ gewinnt Paula Scheidt mit ihrer Reportage „Der Zapfenstreit“, erschienen in der „Zeit“. Es geht darin um Weihnachtsbäume, genauer: um den gigantischen, verwinkelten Markt für Nordmann-Tannen, der seinen Anfang nimmt bei den Zapfenpflückern in Georgien. Er habe gerade einen dicken Familienroman über Georgien gelesen, sagte Laudator Denis Scheck; in dem Text von Paula Scheidt habe er wesentlich mehr über das Land erfahren.

Beste Webreportage
Der Preis für die „Beste Webreportage“ geht an ein Team der „Berliner Morgenpost“. Uta Keseling, Julius Tröger, Max Boenke, Moritz Klack und David Wendler sind für die Multimedia-Geschichte „Die Narbe der Stadt“ dem 167 Kilometer langen ehemaligen Mauerstreifen um Berlin gefolgt. Karten, Filme, Fotos, Texte - geschickt nutzen sie die interaktiven Möglichkeiten des Internet, um an das „banalste aller monströsen Bauwerke“ zu erinnern, so Laudator Sascha Lobo. Lobend erwähnte die Jury, dass es eine Lokalzeitung war, die eine Reporterin zehn Tage lang für eine solche Reportage freistellte. Das sei beispielhaft.

Bestes Interview
Sven Michaelsen erhält den Preis für das „Beste Interview“. Er war mit gleich zwei Arbeiten nominiert, beide im SZ-Magazin erschienen: zum einen das Stück „Es gab zu viele Verwundungen“, ein Gespräch mit dem Feuilletonisten und Romancier Fritz J. Raddatz; zum anderen mit einem Interview mit Niklas Frank, Sohn eines bekannten Nazi-Politikers. In beiden Texten besticht Michaelsen durch seine elegante Gesprächsführung, durch seine minutiöse Vorbereitung und die Fähigkeit, ganz genau hinzuhören, nachzufragen – und so die Selbstinszenierungen der Befragten zu unterlaufen.

Freistil
In der Kategorie „Freistil“ gewinnt die Ich-Erzählung „Bitte, Papa“, von Marlene Halser, erschienen in der „taz“. Halser beschreibt darin ihre Hilflosigkeit im Umgang mit ihrem zunehmend pflegebedürftigen Vater. Und stellt - sehr persönlich - die Frage: Was ist, wenn man irgendwann für seine Eltern sorgen muss – sie das aber nicht wollen? Der Text bietet keine Lösung an, sondern lässt den Leser mit vielen Fragen zurück. Genau das sei es, was diesen Text auszeichne, urteilte die Jury.


Die Nominierten - Beste Webreportage


Reporter im Netz erzählen auf neue Weise, sie kombinieren Text, Fotos und Sound zu Reportagen, die so nur im Web funktionieren. Wir wollen diese Experimente fördern und viele Reporter ermuntern, sich dieser neuen Art des Erzählens zuzuwenden.

Nominiert wurden:

Vivian Alterauge, Maja Beckers, Mareike Enghusen, Isabell Prophet, Björn Stephan, Lars Weisbrod und Amelia Wischnewski mit „Einsame Spitze“; Fabian Biasio und Alice Kohli mit „Leben und Tod in Texas“; Violetta Hagen mit „Die Luftangriffe auf Stuttgart“; Uta Keseling, Julius Tröger, Max Boenke, Moritz Klack und David Wendler mit „Die Narbe der Stadt“; Annette Ramelsberger, Fabian Heckenberger, Regina Schmeken und Jürgen Schrader mit „Der Prozess


Die Nominierten - Bester Essay

Foto Maximilian Scharnigg ⒸJulian Baumann



Oft ist das Erzählerische, die Reportage, eine zu szenische, zu gedankenarme, zu unintelligente journalistische Form, um über die Wirklichkeit und ihre Widerspiegelung im Überbau zu berichten. Zunehmend schreiben Reporter deshalb essayistische Reportagen, Texte, die irgendwo in der Wirklichkeit beginnen, aber dann lieber dem Gedanken folgen als der Erzählung. So entstehen beispielhaft gute Texte, die immer weniger Reportagen sind und immer mehr Essays und deshalb verdienen, mit einem Preis gewürdigt zu werden.

Nominiert wurden:

Jörg Albrecht mit „Schreien Fische stumm?“; Marc Brost und Heinrich Wefing mit „Geht alles gar nicht“; Johannes Gernert mit „Mark und Ed verändern die Welt“, Özlem Gezer mit „Türkisiert“; Anna Prizkau mit „Ein deutscher Roman“; Peter Richter mit „Krieg um die Hauptstadt des Internets“; Maximilian Scharnigg mit „Große Ferien!“; Martin Spiewak mit „Wir sind keine Sorgenkinder!



Die Nominierten - Bestes Interview

Foto Kai Diekmann ⒸJens Neumann / Neumann und Rodtmann


In den letzten Jahren haben Reporter neue Formen des Interviews entwickelt. Sie kombinieren beschreibende, erzählerische Passagen mit Interview-Teilen, sie pflegen wieder das lange Gespräch, das wie ein Portrait wirkt, oder sie kommentieren Antworten des Gesprächspartners, ordnen sie ein. Oder sie fragen einfach so genau und so hartnäckig, bis der Befragte dem Leser einen Einblick gewährt in ein Leben, das bisher im Verborgenen lag. So sind Interviewformen entstanden, die beispielhaft sind.

Nominiert sind:

Dieter Bednarz und Klaus Brinkbäumer mit „Blut und Seele“; Kai Diekmann und Ulf Poschardt mit „Wir gehören zusammen“; Ingrid Eißele und Dominik Stawski mit „Manchmal dachte ich, es wäre das Beste, wenn er sich das Leben nimmt“; Sven Michaelsen mit „Es gab zu viele Verwundungen“ und mit „Niklas Frank“; Dagmar von Taube mit „Herbert hat mich bestrahlt


Die Nominierten - Freistil

Foto Christoph Amend ⒸMilena Castens, Foto Marlene Halser ⒸKobi Wolf



In dieser Kategorie sollen Beiträge ausgezeichnet werden, die in keine Kategorie gehören, die auf originelle und neue Weise die Formen des herkömmlichen Journalismus überwinden und in die Zukunft weisen. Alle Formate, Texte, Grafiken, Fotos, und die Mischung aus alldem, sind willkommen.

Nominiert wurden:

Bernhard Albrecht mit „Gefährliche Heiler“; Serge Debrebant mit „Du sollst nicht töten“; Marlene Halser mit „Bitte, Papa“; Stefanie Maeck mit „Der Lustverwalter“; Oliver Wurm mit „54 74 90 14“; ZEITmagazin „Die Welt auf der Couch“


Die Nominierten - Beste politische Reportage



Es gibt eine große Tradition der politischen Reportage in Deutschland, die durch Reporter wie Hans Ulrich Kempski, Herbert Riehl-Heyse, Jürgen Leinemann und Kurt Kister begründet wurde. Sie haben politische Vorgänge verständlich und Politiker durchschaubar gemacht. In den letzten Jahren spielt die Reportage in den Politikteilen der Tageszeitungen und Wochenblättern eine immer geringere Rolle, darum will das Reporterforum mit dem Preis für die beste politische Reportage junge Reporter motivieren, über den Politikbetrieb wieder mehr durch Reportagen zu berichten.

Nominiert wurden:

Robin Alexander mit „Aktion Schreibtisch“; Georg Löwisch, Constantin Magnis, Alexander Marguier und Christoph Schwennicke mit „Die Stunde Null“; Alexander Osang mit „Abflug“;
Constantin Seibt mit „Mehr Punk, weniger Hölle!“; Lucas Vogelsang mit „Deutsche Vita“; Lorenz Wagner und Alexander Hagelüken mit „Freut euch nicht zu früh“; Stefan Willeke mit „König Jochen“; Takis Würger mit „Fünf Mann und eine Revolution


Die Nominierten - Beste Lokalreportage


Reporter in Lokalredaktionen arbeiten unter besonders schwierigen Bedingungen, sie stehen unter Zeit-, Platz- und Kostendruck; sie müssen sich ihre Reportagen erkämpfen gegen widrige Umstände. Umso bemerkenswerter ist die Qualität vieler dieser Reportagen, sie zeigen, dass die Reportagen gerade in den Lokalteilen der Tageszeitungen unverzichtbar sind, weil sie nah dran sind am Leben der Leser und es widerspiegeln.

Nominiert wurden:

Christoph Franz Dorner mit „Die verblühenden Gärten von Hoywoy“; Veronica Frenzel mit „Die Heimsuchung“ und mit „Der Anfang nach dem Ende“; Thorsten Fuchs mit „Die Angst des Buchhalters von Auschwitz“; Volker ter Haseborg und Christian Unger mit „Die Wahrheit über den Bau eines Flüchtlingsheims“; Uta Keseling mit „Reif für die Insel“; Charlotte Parnack und Elke Spanner mit „Mörderisches Schweigen“; Lucas Vogelsang mit „Ihr Block


Die Nominierten - Bester freier Reporter


Immer mehr Reporter arbeiten nicht mehr in Redaktionen, der wirtschaftliche Druck hat viele Zeitungen und Zeitschriften veranlasst, kostenaufwendige journalistische Formen auf Freie auszulagern. Sie tragen nun das Risiko aufwändiger Recherche und akribischer Textarbeit, viele von ihnen können sich Reportagen nicht mehr leisten. Sie wollen wir mit dem Preis für den besten freien Reporter ermuntern, weiter an Texten zu arbeiten, die ihnen wichtig sind, auch wenn sie sich vielleicht nicht mehr rechnen.

Nominiert wurden:

Nataly Bleuel mit „Herzenssache“; Michael Obert mit „Boko Haram“; Claas Relotius mit „Heim in die Hölle“; Paula Scheidt mit „Der Zapfenstreit“; Roland Schulz mit „Die Polizei, dein Freund und Vater“; Markus Wanzeck mit „Briefe einer Fremden


Die Nominierten - Beste Reportage


Auch in großen Redaktionen überregionaler Blätter wird der Platz und der Spielraum der Reporter beschnitten, der Preis für die beste Reportage des Jahres soll Ansporn sein für Reporter und Redaktionen, die große Reportage zu recherchieren und zu schreiben, immer wieder neue unerzählte Geschichten zu entdecken und sie auf ungewöhnliche Art zu erzählen.

Nominiert wurden:

Patrick Bauer mit „Nass und Gewalt“; Wolfgang Bauer mit „Und vor uns liegt das Glück“; Özlem Gezer mit „Lebendtransport“ und mit „Die Liebe seines Lebens“; Frauke Hunfeld mit „Die Diva im Meer“; Erwin Koch mit „Rico“; Anne Kunze mit „Fünf Tonnen am Tag“; Karin Steinberger mit „Herrscher wider Willen“; Carsten Stormer mit „Belagert und vergessen“; Britta Stuff mit „Es wird nie wieder gut“ und mit „Jürgen will ans Meer“; Henning Sußebach mit „Krieg im Frieden“ und mit „Herr Hibbe macht zu“


Publikumsjuror - Aufruf zur Abstimmung


Die Entscheidung über den Reporterpreis 2014 geht in die entscheidende Phase: 60 Vorjuroren haben drei Wochen lang intensiv gelesen und diskutiert und aus den 1109 eingereichten Texten die besten Reportagen, Essays und Interviews ausgewählt. Unter den nominierten Arbeiten wählen die Juroren am 1. Dezember die Preisträger.
 
Zur Jury gehören in diesem Jahr die Journalisten Matthias Eberl, Ullrich Fichtner, Timm Klotzek, Hania Luczak, Evelyn Roll, Sabine Rückert, Margrit Sprecher, Jessica Schober und Rainer Hank; die Autoren Axel Hacke, Sascha Lobo, Denis Scheck, Jörg Thadeusz, Christine Westermann; die Verleger Michael Krüger und Helge Malchow; und die TV-Journalisten Friedrich Küppersbusch und Caren Miosga.

Ein weiterer Juror wird von den Besuchern unserer Workshops bestimmt: Schicken Sie uns bis zum 19.11.2014 Ihren Favoriten in der Kategorie "Beste Reportage" an votum@reporter-forum.de. Die Texte finden Sie im Reader, den wir heute per Mail an alle Workshop-Teilnehmer der vergangenen Jahre verschicken.

Unter denjenigen, die für den meist genannten Text stimmen, verlosen wir einen Platz in der Jury - Anreise nach Berlin, Hotel und Eintrittskarte für die Preisverleihung inklusive. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!


60 Arbeiten für den Deutschen Reporterpreis 2014 nominiert

Die Juroren - Copyright: Ullrich Fichtner ©Thomas Rusch; Michael Krüger ©Peter-Andreas Hassiepen; Axel Hacke ©Thomas Dashuber;



Gut drei Wochen lang haben die 60 Vorjuroren die eingereichten 1109 Reportagen, Interviews und Essays gelesen und diskutiert, nun stehen die Nominierungen in den acht Kategorien fest. Es sind in diesem Jahr 60 Arbeiten aus 24 Redaktionen.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Vorjuroren für ihr Engagement bedanken. Ihr habt tolle Arbeit geleistet! HERZLICHEN DANK!


Nominiert sind:

In der Kategorie "Bester Essay":
Jörg Albrecht mit „Schreien Fische stumm?“; Marc Brost und Heinrich Wefing mit „Geht alles gar nicht“; Johannes Gernert mit „Mark und Ed verändern die Welt“, Özlem Gezer mit „Türkisiert“; Anna Prizkau mit „Ein deutscher Roman“; Peter Richter mit „Krieg um die Hauptstadt des Internets“; Maximilian Scharnigg mit „Große Ferien!“; Martin Spiewak mit „Wir sind keine Sorgenkinder!“

In der Kategorie "Beste politische Reportage":
Robin Alexander mit „Aktion Schreibtisch“; Georg Löwisch, Constantin Magnis, Alexander Marguier und Christoph Schwennicke mit „Die Stunde Null“; Alexander Osang mit „Abflug“;
Constantin Seibt mit „Mehr Punk, weniger Hölle!“; Lucas Vogelsang mit „Deutsche Vita“; Lorenz Wagner und Alexander Hagelüken mit „Freut euch nicht zu früh“; Stefan Willeke mit „König Jochen“; Takis Würger mit „Fünf Mann und eine Revolution“

In der Kategorie "Bestes Interview":
Dieter Bednarz und Klaus Brinkbäumer mit „Blut und Seele“; Kai Diekmann und Ulf Poschardt mit „Wir gehören zusammen“; Ingrid Eißele und Dominik Stawski mit „Manchmal dachte ich, es wäre das Beste, wenn er sich das Leben nimmt“; Sven Michaelsen mit „Es gab zu viele Verwundungen“ und mit „Niklas Frank“; Dagmar von Taube mit „Herbert hat mich bestrahlt“

In der Kategorie "Beste Reportage":
Patrick Bauer mit „Nass und Gewalt“; Wolfgang Bauer mit „Und vor uns liegt das Glück“; Özlem Gezer mit „Lebendtransport“ und mit „Die Liebe seines Lebens“; Frauke Hunfeld mit „Die Diva im Meer“; Erwin Koch mit „Rico“; Anne Kunze mit „Fünf Tonnen am Tag“; Karin Steinberger mit „Herrscher wider Willen“; Carsten Stormer mit „Belagert und vergessen“; Britta Stuff mit „Es wird nie wieder gut“ und mit „Jürgen will ans Meer“; Henning Sußebach mit „Krieg im Frieden“ und mit „Herr Hibbe macht zu“

In der Kategorie "Bester freier Reporter":
Nataly Bleuel mit „Herzenssache“; Michael Obert mit „Boko Haram“; Claas Relotius mit „Heim in die Hölle“; Paula Scheidt mit „Der Zapfenstreit“; Roland Schulz mit „Die Polizei, dein Freund und Vater“; Markus Wanzeck mit „Briefe einer Fremden“

In der Kategorie "Beste Lokalreportage":
Christoph Franz Dorner mit „Die verblühenden Gärten von Hoywoy“; Veronica Frenzel mit „Die Heimsuchung“ und mit „Der Anfang nach dem Ende“; Thorsten Fuchs mit „Die Angst des Buchhalters von Auschwitz“; Volker ter Haseborg und Christian Unger mit „Die Wahrheit über den Bau eines Flüchtlingsheims“; Uta Keseling mit „Reif für die Insel“; Charlotte Parnack und Elke Spanner mit „Mörderisches Schweigen“; Lucas Vogelsang mit „Ihr Block“

In der Kategorie "Beste Webreportage":

Vivian Alterauge, Maja Beckers, Mareike Enghusen, Isabell Prophet, Björn Stephan, Lars Weisbrod und Amelia Wischnewski mit „Einsame Spitze“; Fabian Biasio und Alice Kohli mit „Leben und Tod in Texas“; Violetta Hagen mit „Die Luftangriffe auf Stuttgart“; Uta Keseling, Julius Tröger, Max Boenke, Moritz Klack und David Wendler mit „Die Narbe der Stadt“; Annette Ramelsberger, Fabian Heckenberger, Regina Schmeken und Jürgen Schrader mit „Der Prozess“

In der Kategorie "Freistil":

Bernhard Albrecht mit „Gefährliche Heiler“; Serge Debrebant mit „Du sollst nicht töten“; Marlene Halser mit „Bitte, Papa“; Stefanie Maeck mit „Der Lustverwalter“; Oliver Wurm mit „54 74 90 14“; ZEITmagazin „Die Welt auf der Couch“


Am 1. Dezember kommt die Jury in Berlin zusammen, um die Preisträger zu bestimmen. Die Juroren sind die Journalisten Matthias Eberl, Ullrich Fichtner, Timm Klotzek, Hania Luczak, Evelyn Roll, Sabine Rückert, Margrit Sprecher, Jessica Schober und Rainer Hank; die Autoren Axel Hacke, Sascha Lobo, Denis Scheck, Jörg Thadeusz, Christine Westermann; die Verleger Michael Krüger und Helge Malchow; und die TV-Journalisten Friedrich Küppersbusch und Caren Miosga.

Der 19. Juror ist der große Unbekannte – er/sie wird im Namen der Teilnehmer des Reporter-Forums votieren. Die Forumsteilnehmer stimmen per Mail über die beste Reportage des Jahres ab; unter denen, die sich für die Reportage mit den meisten Stimmen entschieden haben, wird der Juror per Los bestimmt.

Wir stellen die nominierten Reportagen in den nächsten Tagen auf die Website, jeder Teilnehmer des Reporterforums kann sich an der Internetabstimmung beteiligen. Auch die nominierten Beiträge der anderen Kategorien werden wir hier demnächst veröffentlichen.


Jury des Reporterpreises benannt

Copyright: Ullrich Fichtner ©Thomas Rusch; Michael Krüger ©Peter-Andreas Hassiepen; Axel Hacke ©Thomas Dashuber;


Die Jury setzt sich in diesem Jahr zusammen aus Journalisten, Autoren und professionellen Lesern, die auf sehr unterschiedliche Weise Experten sind für die Beurteilung von Reportagen, Essays und Interviews.

Es sind die Journalisten Matthias Eberl, Ullrich Fichtner, Timm Klotzek, Hania Luczak, Evelyn Roll, Sabine Rückert, Margrit Sprecher, Jessica Schober und Rainer Hank; die Autoren Axel Hacke, Sascha Lobo, Denis Scheck, Jörg Thadeusz, Christine Westermann; die Verleger Michael Krüger und Helge Malchow; und die TV-Journalisten Friedrich Küppersbusch und Caren Miosga.

Der 19. Juror ist der große Unbekannte – er/sie wird im Namen der Teilnehmer des Reporter-Forums votieren. Die Forumsteilnehmer stimmen per Mail über die beste Reportage des Jahres ab; unter denen, die sich für die Reportage mit den meisten Stimmen entschieden haben, wird der Juror per Los bestimmt.


Rekord: So viele Einreichungen wie noch nie


1109 Beiträge
sind in diesem Jahr für den Deutschen Reporterpreis eingereicht worden. So viele wie noch nie! Das freut uns sehr.

Es gibt also viele Tausend Seiten Lesestoff für unsere 60 Vorjuroren - bei denen wir uns an dieser Stelle sehr, sehr herzlich bedanken möchten. Es sind:

Robert Arsenschek (Münchner Merkur), Sonja Banze (Capital), Katja Bauer (Stuttgarter Zeitung), Wolfgang Bauer (Die Zeit), Patrick Bauer (SZ-Magazin), Anita Blasberg (Die Zeit), Barbara Bollwahn (frei), Bernhard Borgeest (Focus), Finn Canonica (Das Magazin), Ulrike Demmer (Focus), Michael Ebert (SZ-Magazin), Julia Encke (FAZ), Joachim Fahrun (Berliner Morgenpost), Jochen Förster (Hamburger Abendblatt), Dieter Fuchs (Stuttgarter Zeitung), Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung), Johannes Gernert (sonntaz), Volker ter Haseborg (Bilanz), Jan Heidtmann (Süddeutsche Zeitung), Stefan Heijnk (HS Hannover), Ralf Hoppe (Der Spiegel), Cathrin Kahlweit (Süddeutsche Zeitung), Steffi Kammerer (frei), Jürgen Kaube (FAZ), Beate Lakotta (Der Spiegel), Holger Liebs (Monopol), Heinrich Löbbers (Sächsische Zeitung), Philipp Maußhardt (Zeitenspiegel), Georg Meck (FAZ), Fabian Mohr (Die Zeit), Kai Müller (Tagesspiegel), Barbara Nolte (Tagesspiegel), Bastian Obermayer (Süddeutsche Zeitung), Andreas Öhler (Christ und Welt), Khuê Pham (Die Zeit), Carolin Pirich (frei), Ismene Poulakos (frei), Wolfgang Prosinger (Der Tagesspiegel), Ole Reißmann (Spiegel Online), Jan Rübel (Zeitenspiegel), Jörg Sadrozinski (DJS Deutsche Journalistenschule), Stefan Schirmer (Die Zeit), Rainer Schmidt (frei), Dieter Schnaas (Wirtschaftswoche), Inka Schneider (NDR), Jens Schröder (GEO), Vera Schroeder (Süddeutsche Zeitung), Johannes Schweikle (frei), Jana Simon (Die Zeit), Karin Stawski (stern), Michael Streck (stern), Regine Sylvester (Berliner Zeitung), Dagmar von Taube (Welt am Sonntag), Christian Thiele (frei), Karin Truscheit (FAZ), Hanne Tügel (GEO), Jennifer Wilton (Die Welt), Martina Wimmer (frei), Christine Zerwes (stern), Felix Zimmermann (sonntaz).

DANKE für Euer Engagement!


Wir haben die Vorjuroren in Gruppen unterteilt und einer Kategorie zugewiesen. Ab heute beginnen sie nun mit der Lektüre und benennen die Nominierten, die wir dann Ende Oktober an dieser Stelle veröffentlichen werden - fünf in der Kategorie "Beste Webreportage", jeweils sechs in "Bester freier Reporter", "Bestes Interview "und "Freistil", acht in den Kategorien "Bester Essay" und "Beste politische Reportage", neun in "Beste Lokalreportage" und 16 in "Beste Reportage".

Am 1. Dezember wird dann die Jury aus allen Nominierungen die Siegertexte bestimmen.


Ausschreibung: Deutscher Reporterpreis 2014


Zum sechsten Mal schreibt das Reporter-Forum den Deutschen Reporterpreis aus, den Preis von Journalisten für Journalisten.

Einsendeschluss ist Mittwoch, 1. Oktober 2014, 12 Uhr. Bitte formatieren Sie Ihren Text nach dieser Vorlage und senden Sie ihn an reporterpreis@reporter-forum.de.

(Hinweis: Bitte TATSÄCHLICH das Format der Vorlage übernehmen!)

Zeitungen und Zeitschriften verlieren Leser - weil die Leser blöder werden oder weil die Journalisten sie langweilen? Waren wir den Ereignissen des Jahres gewachsen, haben wir sie beschreiben können, erklären können, einordnen können? Oder haben wir nur abgebildet, was sowieso jeder sah? Mit dem Deutschen Reporterpreis sollen die herausragenden Reportagen, Interviews und Essays des Jahres ausgezeichnet und vorbildliche Texte zur Diskussion gestellt werden.

Diese Diskussion ist der eigentliche Sinn des Reporterpreises, weil wir daran glauben, dass das gute Beispiel der beste Weg ist zu besserem Journalismus, und zu Zeitungen, Zeitschriften und Websites, die so viele Leser finden, wie sie verdienen. Der Preis ist nicht dotiert, zukünftig wollen wir aus unseren Einnahmen lieber das ReporterLab finanzieren, mit dem neue Formen des Journalismus gefördert und präsentiert werden.

Im letzten Jahr haben Journalisten über 1000 Texte eingereicht und den Reporterpreis zum deutschen Printmedienpreis mit den meisten Einsendungen gemacht. Wir hoffen auf ähnliche Resonanz in diesem Jahr.

Der Reporterpreis wird in diesem Jahr in acht Kategorien vergeben:

Beste politische Reportage: Es gibt eine große Tradition der politischen Reportage in Deutschland, die durch Reporter wie Hans Ulrich Kempski, Herbert Riehl-Heyse, Jürgen Leinemann und Kurt Kister begründet wurde. Sie haben politische Vorgänge verständlich und Politiker durchschaubar gemacht. In den letzten Jahren spielt die Reportage in den Politikteilen der Tageszeitungen und Wochenblättern eine immer geringere Rolle, darum will das Reporterforum mit dem Preis für die beste politische Reportage junge Reporter motivieren, über den Politikbetrieb wieder mehr durch Reportagen zu berichten. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Beste Lokalreportage: Reporter in Lokalredaktionen arbeiten unter besonders schwierigen Bedingungen, sie stehen unter Zeit-, Platz- und Kostendruck; sie müssen sich ihre Reportagen erkämpfen gegen widrige Umstände. Umso bemerkenswerter ist die Qualität vieler dieser Reportagen, sie zeigen, dass die Reportagen gerade in den Lokalteilen der Tageszeitungen unverzichtbar sind, weil sie nah dran sind am Leben der Leser und es widerspiegeln. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Beste Reportage:
Auch in großen Redaktionen überregionaler Blätter wird der Platz und der Spielraum der Reporter beschnitten, der Preis für die beste Reportage des Jahres soll Ansporn sein für Reporter und Redaktionen, die große Reportage zu recherchieren und zu schreiben, immer wieder neue unerzählte Geschichten zu entdecken und sie auf ungewöhnliche Art zu erzählen. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Bester Essay: Oft ist das Erzählerische, die Reportage, eine zu szenische, zu gedankenarme, zu unintelligente journalistische Form, um über die Wirklichkeit und ihre Widerspiegelung im Überbau zu berichten. Zunehmend schreiben Reporter deshalb essayistische Reportagen, Texte, die irgendwo in der Wirklichkeit beginnen, aber dann lieber dem Gedanken folgen als der Erzählung. So entstehen beispielhaft gute Texte, die immer weniger Reportagen sind und immer mehr Essays und deshalb verdienen, mit einem Preis gewürdigt zu werden. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Bestes Interview: In den letzten Jahren haben Reporter neue Formen des Interviews entwickelt. Sie kombinieren beschreibende, erzählerische Passagen mit Interview-Teilen, sie pflegen wieder das lange Gespräch, das wie ein Portrait wirkt, oder sie kommentieren Antworten des Gesprächspartners, ordnen sie ein. Oder sie fragen einfach so genau und so hartnäckig, bis der Befragte dem Leser einen Einblick gewährt in ein Leben, das bisher im Verborgenen lag. So sind Interviewformen entstanden, die beispielhaft sind. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Beste Webreportage: Reporter im Netz erzählen auf neue Weise, sie kombinieren Text, Fotos und Sound zu Reportagen, die so nur im Web funktionieren. Wir wollen diese Experimente fördern und viele Reporter ermuntern, sich dieser neuen Art des Erzählens zuzuwenden. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Bester freier Reporter: Immer mehr Reporter arbeiten nicht mehr in Redaktionen, der wirtschaftliche Druck hat viele Zeitungen und Zeitschriften veranlasst, kostenaufwendige journalistische Formen auf Freie auszulagern. Sie tragen nun das Risiko aufwändiger Recherche und akribischer Textarbeit, viele von ihnen können sich Reportagen nicht mehr leisten. Sie wollen wir mit dem Preis für den besten freien Reporter ermuntern, weiter an Texten zu arbeiten, die ihnen wichtig sind, auch wenn sie sich vielleicht nicht mehr rechnen. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Freistil: In dieser Kategorie sollen Beiträge ausgezeichnet werden, die in keine Kategorie gehören, die auf originelle und neue Weise die Formen des herkömmlichen Journalismus überwinden und in die Zukunft weisen. Alle Formate, Texte, Grafiken, Fotos, und die Mischung aus alldem, sind willkommen. (Als Beispiel: Drei nominierte Beiträge aus 2013)

Eingereicht werden können alle deutschsprachigen Texte und Multimedia-Beiträge, die zwischen dem 1. Oktober 2013 und dem 30. September 2014 erschienen sind.

60 Vorjuroren aus mehr als 30 verschiedenen Redaktionen sichten die Einreichungen und nominieren in jeder Kategorie die besten Arbeiten, Texte aus der eigenen Redaktion liegen einem Vorjuror nicht vor.

Die nominierten Reportagen, Essays und Interviews werden auf der Website vorgestellt, in der Kategorie "Beste Reportage" können die Teilnehmer des Reporter-Workshops in Hamburg als Juroren mitwirken.

Am 1. Dezember kommt die Jury des Deutschen Reporterpreises, in der Journalisten, Publizisten und qualifizierte Leser sitzen, in Berlin zusammen, diskutiert die besten Texte und übergibt die Preise abends an die ausgezeichneten Journalisten.


Wir trauern um Frank Schirrmacher


Völlig überraschend ist am Donnerstag der FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher gestorben. Er wurde nur 54 Jahre alt. Mit ihm verlieren wir einen einzigartigen Kollegen, einen furchtlosen Journalisten, der etwas bewegen wollte, der nach vorne drängte, jemanden, der schon früh nach einem Weg aus der Krise des Journalismus suchte.

Wie die Zukunft des Journalismus aussehen könnte, darüber sprach er schon auf dem Reporter-Workshop vor zwei Jahren. Eine Videobotschaft - und eine Erinnerung an einen großen Publizisten.

Wir verlieren einen langjährigen Förderer des Reporter-Forums. Lieber Frank, Ihre Intelligenz, Ihre Leidenschaft, Ihre Freundlichkeit werden uns fehlen, liebe Rebecca, wir trauern mit Ihnen.


"ReporterLAB" für innovativen Journalismus


Sind wir so schlecht, wie die Zahlen vermuten lassen? Der Print-Journalismus in Deutschland verliert Leser, Vertriebserlöse und Anzeigenerlöse und damit auf Dauer die Mittel, die nötig sind, um unabhängigen Journalismus zu finanzieren. Die ersten Zeitungen sind eingestellt, andere verkauft, wieder andere werden zusammengelegt. In vielen Redaktionen folgt eine Sparrunde auf die andere, journalistische Arbeitsplätze gehen auf Dauer verloren.

Es ist höchste Zeit, dass wir Journalisten die Zukunft unserer Branche nicht Verlagen überlassen, die zu lange an überkommenen Geschäftsmodellen und publizistischen Konzepten festhalten, die bisher keine überzeugenden Lösungen für bezahlten Journalismus im Netz gefunden haben. Wir müssen Einfluss nehmen darauf, was mit unseren Zeitungen, Zeitschriften und Websites passiert.

Indem wir
- neue Ideen für ungewöhnliche journalistische Formen entwickeln,
- stärker crossmedial denken und arbeiten,
- uns an der Entwicklung von neuen digitalen Medien beteiligen,
- journalistische Projekte auch außerhalb der Verlage wagen.


Um diesen Prozess der journalistischen Erneuerung anzuregen und zu begleiten, wird das Reporter-Forum mit dem "ReporterLAB" Beispiele für innovativen Journalismus im In- und Ausland, Analysen über Gegenwart und Zukunft der Branche, besorgniserregende wie ermutigende Nachrichten kontinuierlich zusammentragen. Das "ReporterLAB" soll vor allem eine Plattform werden für all das, was innerhalb und außerhalb von Redaktionen an Neuem und Ungewöhnlichem gewagt wird. Und so zur Nachahmung anregen.

Wir wollen Partner gewinnen für beispielhafte journalistische Projekte: Die "Masterclass Zukunft des Wissenschaftsjournalismus", die wir zusammen mit der Robert Bosch Stiftung einrichten, um 15 Stipendiaten konzeptionelle und finanzielle Unterstützung zu geben, ist ein erstes Beispiel. Nicht nur Stiftungen, auch Firmen sollen gewonnen werden, ebenso private Geldgeber: Dirk Kurbjuweit und Claus Kleber haben es mit ihrem Seminyak-Stipendium schon vorgemacht.


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Publikumsjurorin beim Reporterpreis 2014


In jedem Jahr stimmen die Teilnehmer des Reporter-Workshops mit ab über die "Beste Reportage". Dieses Mal vertrat Cornelia Gerlach ihr Votum in der Jury. Sie hatte, wie die Mehrzahl, für die Reportage von Wolfgang Bauer gestimmt - konnte sich mit diesem Votum aber in der Hauptjury nicht durchsetzen. Am Ende gewann dort der Text von Henning Sußebach.

Ein klassischer Vorwurf an Preis-Jurys lautet, das hinter verschlossenen Türen die vorderen Plätze ausgekungelt werden. Um zu zeigen, dass dieser Vorwurf nicht stimmt, ist die Sitzung der Reporterpreis-Jury stets öffentlich.

Bitte finden Sie hier den Bericht von Cornelia Gerlach, die als freie Autorin in Berlin arbeitet und vor allem Reportagen und Porträts für brandeins, Brigitte und Die Zeit schreibt.


Preisverleihung 2014


Die Jurysitzung 2014


Reader: Reporterpreis 2014


Der Reader zum Reporterpreis 2014. Viel Spaß beim Lesen!


Reportagen der Woche


Aktualisiert jeden Freitag, 12 Uhr

Anne Kunze: "Die Schlachtordnung" (Die Zeit · 17.12.2014 · 20 Minuten Lesezeit) Emilian hat seine Regeln, er braucht sie zum Überleben. Er gehört zu jener osteuropäischen Geisterarmee, die in den riesigen Schlachtanlagen von Niedersachsen schuftet. Tagsüber rollt er sich in einer Erdhöhle zusammen, nachts steht er am Band und schlachtet…

Lorenz Wagner: "Gib Stoff" (SZ-Magazin · 12.12.2014 · 15 Minuten Lesezeit) Sie sieht Dinge, bevor sie da sind, heißt es in der Szene ehrfürchtig. Natalie Massenet ist eine Pionierin. Mit ihrem E-Commerce Handel Net-A-Porter lehrte sie die Modewelt einst das Fürchten. Nun plant die Geschäftsfrau die nächste Revolution. Ihr neues Ziel: Die Medien. Aber warum eigentlich?

Dirk Gieselmann: "Heute ein fieser Möpp" (Dummy Magazin · Nummer 45 · 15 Minuten Lesezeit) Dirk Gieselmann ist ein netter Typ. Zu nett, sagen seine Freunde. Trifft sich gut: Für eine Geschichte muss Gieselmann das Arschloch geben. Eine Woche pöbeln und rumschnauzen. Immer geradeaus. Voll in die Fresse. Aber kann ein guter Mensch das überhaupt? Protokoll eines sozialen Amoklaufs…

Hier geht es zum Archiv.

 


Termine 2014


Ende Oktober
Bekanntgabe der Nominierten des Reporterpreises
Montag, 1. Dezember:
Verleihung Deutscher Reporterpreis



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