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30.08.14

SONG FROM THE FOREST - Filmpremiere in Hamburg, Berlin, Köln

Copyright: REALFICTION


Michael Obert, Reporterpreis-Gewinner und Unterstützer des Reporter-Forums, hat einen Dokumentarfilm gedreht, der jetzt in die deutschen Kinos kommt. "Song from the Forest" heißt der Film, der am 1.9. in Hamburg zum ersten Mal gezeigt wird.

Der offizielle Filmstart ist am 11.9.

Und darum geht es:
Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Amerikaners Louis Sarno, der seit 25 Jahren unter Pygmäen im zentralafrikanischen Regenwald lebt. Mit seinem Sohn, dem Pygmäenjungen Samedi, reist er zum ersten Mal aus dem afrikanischen Dschungel nach New York City. Ein modernes Epos zwischen Urwaldriesen und Wolkenkratzern.

Den Trailer gibt es HIER.

Filmpremieren in:

Hamburg, Abaton-Kino, am 1.09

Berlin, Delphi Filmpalast, am 2.09

Köln, Odeon Kino, am 3.09


Ausschreibung: Deutscher Reporterpreis 2014


Zum sechsten Mal schreibt das Reporter-Forum den Deutschen Reporterpreis aus, den Preis von Journalisten für Journalisten.

Einsendeschluss ist Mittwoch, 1. Oktober 2014, 12 Uhr. Bitte formatieren Sie Ihren Text nach dieser Vorlage und senden Sie ihn an reporterpreis@reporter-forum.de.

(Hinweis: Bitte TATSÄCHLICH das Format der Vorlage übernehmen!)

Zeitungen und Zeitschriften verlieren Leser - weil die Leser blöder werden oder weil die Journalisten sie langweilen? Waren wir den Ereignissen des Jahres gewachsen, haben wir sie beschreiben können, erklären können, einordnen können? Oder haben wir nur abgebildet, was sowieso jeder sah? Mit dem Deutschen Reporterpreis sollen die herausragenden Reportagen, Interviews und Essays des Jahres ausgezeichnet und vorbildliche Texte zur Diskussion gestellt werden.

Diese Diskussion ist der eigentliche Sinn des Reporterpreises, weil wir daran glauben, dass das gute Beispiel der beste Weg ist zu besserem Journalismus, und zu Zeitungen, Zeitschriften und Websites, die so viele Leser finden, wie sie verdienen. Der Preis ist nicht dotiert, zukünftig wollen wir aus unseren Einnahmen lieber das ReporterLab finanzieren, mit dem neue Formen des Journalismus gefördert und präsentiert werden.

Im letzten Jahr haben Journalisten über 1000 Texte eingereicht und den Reporterpreis zum deutschen Printmedienpreis mit den meisten Einsendungen gemacht. Wir hoffen auf ähnliche Resonanz in diesem Jahr.

Der Reporterpreis wird in diesem Jahr in acht Kategorien vergeben:

Beste politische Reportage: Es gibt eine große Tradition der politischen Reportage in Deutschland, die durch Reporter wie Hans Ulrich Kempski, Herbert Riehl-Heyse, Jürgen Leinemann und Kurt Kister begründet wurde. Sie haben politische Vorgänge verständlich und Politiker durchschaubar gemacht. In den letzten Jahren spielt die Reportage in den Politikteilen der Tageszeitungen und Wochenblättern eine immer geringere Rolle, darum will das Reporterforum mit dem Preis für die beste politische Reportage junge Reporter motivieren, über den Politikbetrieb wieder mehr durch Reportagen zu berichten.

Beste Lokalreportage: Reporter in Lokalredaktionen arbeiten unter besonders schwierigen Bedingungen, sie stehen unter Zeit-, Platz- und Kostendruck; sie müssen sich ihre Reportagen erkämpfen gegen widrige Umstände. Umso bemerkenswerter ist die Qualität vieler dieser Reportagen, sie zeigen, dass die Reportagen gerade in den Lokalteilen der Tageszeitungen unverzichtbar sind, weil sie nah dran sind am Leben der Leser und es widerspiegeln.

Beste Reportage:
Auch in großen Redaktionen überregionaler Blätter wird der Platz und der Spielraum der Reporter beschnitten, der Preis für die beste Reportage des Jahres soll Ansporn sein für Reporter und Redaktionen, die große Reportage zu recherchieren und zu schreiben, immer wieder neue unerzählte Geschichten zu entdecken und sie auf ungewöhnliche Art zu erzählen.

Bester Essay: Oft ist das Erzählerische, die Reportage, eine zu szenische, zu gedankenarme, zu unintelligente journalistische Form, um über die Wirklichkeit und ihre Widerspiegelung im Überbau zu berichten. Zunehmend schreiben Reporter deshalb essayistische Reportagen, Texte, die irgendwo in der Wirklichkeit beginnen, aber dann lieber dem Gedanken folgen als der Erzählung. So entstehen beispielhaft gute Texte, die immer weniger Reportagen sind und immer mehr Essays und deshalb verdienen, mit einem Preis gewürdigt zu werden.

Bestes Interview: In den letzten Jahren haben Reporter neue Formen des Interviews entwickelt. Sie kombinieren beschreibende, erzählerische Passagen mit Interview-Teilen, sie pflegen wieder das lange Gespräch, das wie ein Portrait wirkt, oder sie kommentieren Antworten des Gesprächspartners, ordnen sie ein. Oder sie fragen einfach so genau und so hartnäckig, bis der Befragte dem Leser einen Einblick gewährt in ein Leben, das bisher im Verborgenen lag. So sind Interviewformen entstanden, die beispielhaft sind.

Beste Webreportage: Reporter im Netz erzählen auf neue Weise, sie kombinieren Text, Fotos und Sound zu Reportagen, die so nur im Web funktionieren. Wir wollen diese Experimente fördern und viele Reporter ermuntern, sich dieser neuen Art des Erzählens zuzuwenden.

Bester freier Reporter: Immer mehr Reporter arbeiten nicht mehr in Redaktionen, der wirtschaftliche Druck hat viele Zeitungen und Zeitschriften veranlasst, kostenaufwendige journalistische Formen auf Freie auszulagern. Sie tragen nun das Risiko aufwändiger Recherche und akribischer Textarbeit, viele von ihnen können sich Reportagen nicht mehr leisten. Sie wollen wir mit dem Preis für den besten freien Reporter ermuntern, weiter an Texten zu arbeiten, die ihnen wichtig sind, auch wenn sie sich vielleicht nicht mehr rechnen.

Freistil: In dieser Kategorie sollen Beiträge ausgezeichnet werden, die in keine Kategorie gehören, die auf originelle und neue Weise die Formen des herkömmlichen Journalismus überwinden und in die Zukunft weisen. Alle Formate, Texte, Grafiken, Fotos, und die Mischung aus alldem, sind willkommen.

Eingereicht werden können alle deutschsprachigen Texte und Multimedia-Beiträge, die zwischen dem 1. Oktober 2013 und dem 30. September 2014 erschienen sind.

60 Vorjuroren
aus mehr als 30 verschiedenen Redaktionen sichten die Einreichungen und nominieren in jeder Kategorie die besten Arbeiten, Texte aus der eigenen Redaktion liegen einem Vorjuror nicht vor.

Die nominierten Reportagen, Essays und Interviews werden auf der Website vorgestellt, in der Kategorie "Beste Reportage" können die Teilnehmer des Reporter-Workshops in Hamburg als Juroren mitwirken.

Am 1. Dezember kommt die Jury des Deutschen Reporterpreises, in der Journalisten, Publizisten und qualifizierte Leser sitzen, in Berlin zusammen, diskutiert die besten Texte und übergibt die Preise abends an die ausgezeichneten Journalisten.


Ausschreibung "Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus"


Noch bis zum 31.08.2014 können sich Journalisten für die Ausschreibung "Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus" bewerben - ein Programm, mit dem die Robert Bosch Stiftung Ideen und Projekte fördern möchte, die sich mit neuen journalistischen Zugängen und Darstellungsformen im Wissenschaftsjournalismus beschäftigen. Dafür schreibt die Stiftung bis zu 15.000 Euro pro Projekt aus.

Weitere Infos zum Förderprogramm gibt es HIER.


Neues digitales Magazin für Reportagen ist online


SIEH DIE WELT - so heißt das neue digitale Magazin für Reportagen, das von den freien Journalisten Markus Huth und Oliver Alegiani gegründet wurde und nun online ist. Die Reportagen berichten aus der ganzen Welt, "multimedial in Wort, Bild und Ton", heißt es auf der Website. Jeden Montag ab 13 Uhr liefern die Autoren, vor allem frühere dapd- und FTD-Mitarbeiter, neuen Lesestoff. Finanziert wird das Ganze durch die Unterstützung der Leser.

Zur Website geht es HIER.


"In fünf Jahren..."


Was glaubt ihr, wie wir in fünf Jahren arbeiten werden? Und wie würdet ihr gerne arbeiten? Das fragten wir im Anschluss an den Reporter-Workshop 2014 einige der Teilnehmer. Jede/r hatte 90 Sekunden Zeit, um die Fragen zu beantworten. Die freie Journalistin Linda Tutmann wünscht sich, dass wir in fünf Jahren weniger angsterfüllt auf den Journalismus blicken. Paula Scheidt hofft, dass sich Journalisten stärker voneinander unterscheiden. Und Dirk Peitz würde gern mehr Geschichten lesen, die glücklich machen.

Weitere Antworten gibt es HIER im Video.


Ausschreibung: Beste Reportage junger JournalistInnnen


Das Netzwerk JungeJournalisten.de, die Heinrich-Böll-Stiftung und Süddeutsche.de zeichnen zum vierten Mal die beste Reportage junger Journalistinnen und Journalisten in deutscher Sprache aus. Die Reportage sollte ein politisch und/oder gesellschaftlich relevantes Thema behandeln und nicht länger als 10.000 Zeichen sein. Eine Jury (Dirk Kurbjuweit, Julia Bönisch, Michael Haller, Annette Maennel, Jens Twiehaus, Maris Hubschmid) wählt den besten Text aus.

Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

BewerberInnen dürfen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht älter als 30 Jahre gewesen sein.

Mehr Infos gibt es HIER.


Ausschreibung: Recherchestipendien der Robert Bosch Stiftung


Ihr wollt allein oder im Team aktuelle Themen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, im Südkaukasus, in Russland, Griechenland und in der Türkei oder in Deutschland, Österreich und der Schweiz recherchieren? Dann lohnt sich ein Blick auf die Seite der Robert Bosch Stiftung.

Die Robert Bosch Stiftung vergibt Recherchestipendien in Höhe von bis zu 5.000 Euro. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2014.

Zum Online-Bewerberportal geht es HIER.


Gemeinnütziges Recherchebüro Correct!v ist gestartet


Sie wollen die Gesellschaft transparenter machen. Sie wollen unethisches Verhalten aufdecken. Sie wollen den Journalismus gemeinnütziger machen. Wie? Durch aufwändige Recherchen. Dazu haben David Schraven und andere Journalisten "das erste gemeinnützige Recherchebüro im deutschsprachigen Raum" gegründet. CORRECT!V heißt das Projekt, das sich das US-Modell ProPublica zum Vorbild nimmt und sich allein durch Stiftungen und Spenden von Lesern und Nutzern finanziert.

Zu CORRECT!V geht es HIER.


Wir trauern um Frank Schirrmacher


Völlig überraschend ist am Donnerstag der FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher gestorben. Er wurde nur 54 Jahre alt. Mit ihm verlieren wir einen einzigartigen Kollegen, einen furchtlosen Journalisten, der etwas bewegen wollte, der nach vorne drängte, jemanden, der schon früh nach einem Weg aus der Krise des Journalismus suchte.

Wie die Zukunft des Journalismus aussehen könnte, darüber sprach er schon auf dem Reporter-Workshop vor zwei Jahren. Eine Videobotschaft - und eine Erinnerung an einen großen Publizisten.

Wir verlieren einen langjährigen Förderer des Reporter-Forums. Lieber Frank, Ihre Intelligenz, Ihre Leidenschaft, Ihre Freundlichkeit werden uns fehlen, liebe Rebecca, wir trauern mit Ihnen.


So geht Mobile Journalism


Fast jeder Journalist hat eins in der Tasche: ein Smartphone. Doch wie man das Smartphone optimal dazu nutzen kann, um von unterwegs multimedial zu berichten, das wissen nur die wenigsten. Worauf muss man beim Filmen mit dem Handy achten? Wie schneidet man Audio- oder Videodateien auf dem Smartphone? Wie macht man bessere Fotos? Welche Apps und Programme braucht man eigentlich?

Diese und andere Fragen beantwortet Robb Montgomery in seinem Buch „Field Guide for Mobile Journalism“, das kürzlich erschienen ist und über das er auch am 13. Juni im Rahmen des Reporter-Workshops in seinem Vortrag „Wie man aus seinem Smartphone ein Reporter-Lab macht“ sprechen wird. Wer schon einmal reinlesen möchte, kann das Buch hier bekommen: www.mojogui.de


"ReporterLAB" für innovativen Journalismus


Sind wir so schlecht, wie die Zahlen vermuten lassen? Der Print-Journalismus in Deutschland verliert Leser, Vertriebserlöse und Anzeigenerlöse und damit auf Dauer die Mittel, die nötig sind, um unabhängigen Journalismus zu finanzieren. Die ersten Zeitungen sind eingestellt, andere verkauft, wieder andere werden zusammengelegt. In vielen Redaktionen folgt eine Sparrunde auf die andere, journalistische Arbeitsplätze gehen auf Dauer verloren.

Es ist höchste Zeit, dass wir Journalisten die Zukunft unserer Branche nicht Verlagen überlassen, die zu lange an überkommenen Geschäftsmodellen und publizistischen Konzepten festhalten, die bisher keine überzeugenden Lösungen für bezahlten Journalismus im Netz gefunden haben. Wir müssen Einfluss nehmen darauf, was mit unseren Zeitungen, Zeitschriften und Websites passiert.

Indem wir
- neue Ideen für ungewöhnliche journalistische Formen entwickeln,
- stärker crossmedial denken und arbeiten,
- uns an der Entwicklung von neuen digitalen Medien beteiligen,
- journalistische Projekte auch außerhalb der Verlage wagen.


Um diesen Prozess der journalistischen Erneuerung anzuregen und zu begleiten, wird das Reporter-Forum mit dem "ReporterLAB" Beispiele für innovativen Journalismus im In- und Ausland, Analysen über Gegenwart und Zukunft der Branche, besorgniserregende wie ermutigende Nachrichten kontinuierlich zusammentragen. Das "ReporterLAB" soll vor allem eine Plattform werden für all das, was innerhalb und außerhalb von Redaktionen an Neuem und Ungewöhnlichem gewagt wird. Und so zur Nachahmung anregen.

Wir wollen Partner gewinnen für beispielhafte journalistische Projekte: Die "Masterclass Zukunft des Wissenschaftsjournalismus", die wir zusammen mit der Robert Bosch Stiftung einrichten, um 15 Stipendiaten konzeptionelle und finanzielle Unterstützung zu geben, ist ein erstes Beispiel. Nicht nur Stiftungen, auch Firmen sollen gewonnen werden, ebenso private Geldgeber: Dirk Kurbjuweit und Claus Kleber haben es mit ihrem Seminyak-Stipendium schon vorgemacht.


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Reportagen der Woche


Aktualisiert jeden Freitag, 12 Uhr

Wolfgang Bauer: "Sie nennen ihn Maniak, den Irren" (Zeit-Magazin · 22.8.2014 · 25 Minuten Lesezeit) Der Mann gibt sich als Elektriker aus. Als er in der Wohnung ist, presst er Guzesija Mardanowa die Hand auf den Mund, drückt die alte Frau auf den Boden, traktiert sie am ganzen Körper mit einem Elektroschocker. Von ihren Schreien erwacht der Sohn. Er sieht den Killer über seiner Mutter stehen, den Maniak…

Theresa Breuer: "Die Waffen der Frau" (Neon · 26.8.2014 · 15 Minuten Lesezeit) Drei Jahre war Shadan Fuad Ahmed verheiratet. Ihr Mann betrog und schlug sie. Irgendwann entschied sich Shadan dafür, ihr Leben zu ändern. Sie schloss sich den Frauen der Peschmerga-Einheit 70 an, einer Truppe irakisch-kurdischer Kämpferinnen. Peschmerga bedeutet übersetzt »die dem Tod ins Auge sehen«…

Dennis Gastmann: "Wie reiche Menschen wirklich sind" (Die Welt · 28.8.2014 · 20 Minuten Lesezeit) Carsten Maschmeyer? Hat Bedenken. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis? Stellt sich tot. Bill Gates? Keine Reaktion. Wenn es ums Geld geht, werden viele Reiche ziemlich schweigsam. Reporter Dennis Gastmann wollte sich damit nicht zufrieden geben und hat sich ein Jahr lang unter die High Society gemischt…

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Termine 2014


August
Ausschreibung Reporterpreis 2014
Mittwoch, 1. Oktober:
Einsendeschluss Reporterpreis
Montag, 3. November:

Bekanntgabe der Nominierten
Montag, 1. Dezember:
Verleihung Deutscher Reporterpreis



Workshop 2013 - die Videos



 

Kontakt: Reporter Forum e.V. | Sierichstr. 171 | 22299 Hamburg