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25.07.14

Daniel Puntas Bernet „"Unerhörte Geschichten, hervorragend erzählt"

Das ist mutig: In einer Zeit des Sparzwangs, exekutiert nicht zuletzt an Autoren und Textlängen, bringt der Schweizer Daniel Puntas Bernet „Reportagen“ heraus - ein in Leinen gefasstes, Bilder-freies, 15 Euro teures Reportagemagazin. In dem einige unerhört gute Texte zu finden sind – zuvorderst eine Reportage von Erwin Koch über ein leukämiekrankes Mädchen. Hier erzählt Puntas Bernet, wie es zu „Reportagen“ kam, warum er fest an dessen wirtschaftlichen Erfolg glaubt und was zeitgemäßes Erzählen ist.


Wie ist die Idee zu “Reportagen” entstanden?


Ich war ein begeisterter Leser von «Spiegel Reporter» und bedauerte damals, dass diese Publikation eingestellt wurde. Mit dem Umbruch der Medienlandschaft (Anzeigenschwund, zunehmende Digitalisierung, verstärkter Wettbewerb um Breaking News etc.) wurden lange, erzählende Texte, die in der Herstellung teuer sind, immer rarer. Unser Magazin versucht, diese Lücke zu füllen.

Wie lange haben Sie das Projekt vorbereitet?


Ich habe neben meiner Redaktor-Tätigkeit bei der „NZZ am Sonntag“ während der Freizeit in den letzten zwei Jahren immer wieder mehr oder weniger intensiv an der Umsetzung der Idee gearbeitet.

Welche Lücke füllt “Reportagen”?

Ich glaube, dass ein großer Teil der Leserinnen und Leser relevante Hintergrundbetrachtungen zu den großen Themen der tagesaktuellen Medien schätzt. Und Reportagen sind durch ihren erzählerischen Zugang zu einem Thema ausgezeichnet dafür geeignet, dass sich Leser damit auseinandersetzen – im besten Fall sogar lustvoll.



Gibt es einen Mangel an guten Geschichten, einen Mangel an guten Autoren oder einen Mangel an Plätzen, lange Geschichten zu veröffentlichen?

Gute Geschichten sind immer und überall zu finden. Doch wenn Redakteure vor lauter Zeitdruck nicht mehr die Möglichkeit bekommen, losgelöst von der tagesaktuellen Agenda diesen Geschichten nachzuspüren, dann kann durchaus der Eindruck entstehen, es gäbe sie nicht mehr. Und die Auswahl an guten Autoren war wohl noch nie so groß wie heute: Erstens schlummert der Wunsch nach der großen Reportagen in den meisten Journalisten und zweitens haben auch gattungsfremde Schreiber das Zeug zum Reportage-Autoren. Bleibt letzteres, der Platzmangel: Ein eigentliches Paradox, denn dank dem Internet ist die Publikation von langen Texten so einfach wie noch nie geworden – trotzdem vermissen Leser die lange Form in den analogen Medien. Diesen Umstand wollen wir nützen. 



Welchen idealen Leser haben Sie im Kopf?

Es gibt keinen idealen Leser sondern viele verschiedene. Ein Freund von mir, von Beruf Maurer, verstand nie, von was ich sprach, als wir über Reportagen redeten. Ich gab ihm einen Reader vom Reporter-Forum zu lesen. Er, der eine NZZ oder eine Süddeutsche nicht lesen würde, weil er denkt, er verstehe das sowieso nicht, war begeistert von den Texten. Ich glaube, dass die Reportage durch ihre gattungsspezifische Eigenheit das Zeug hat, bildungs- und klassenunabhängig viele Leser zu gewinnen.



Ist “Reportagen” ein Schweizer Projekt?

Ja, insofern, als das wir alles Schweizer sind, die hinter dem Projekt stecken. Nein hingegen, weil wir ein deutschsprachiges Magazin sind, das naturgemäß auch Leser in Deutschland und Österreich anspricht. In der ersten Ausgabe sind es nur deshalb mehr Schweizer Autoren geworden, weil wir ja vor der eigenen Haustüre beginnen mussten. Künftig werden wir dieses Verhältnis sicher ausgeglichener gestalten.



Erwin Koch, Margrit Sprecher, Ruedi Leuthold – das sind gestandene Autoren, die für viele andere Magazine schreiben.

Ja, doch selbst von ihnen hört man, dass ihre Geschichten aufgrund der fordernden News-Maschinerie der großen Blätter nicht immer gefragt seien; oder sie bekommen den dafür nötigen Platz gar nicht mehr. Die Texte dieser drei Autoren wären andernorts mit grosser Wahrscheinlichkeit mit den Argumenten „zu wenig neu, zu wenig relevant, zu lang“ gekippt worden.

Die Themen in Heft 1 reichen von Afghanistan bis Soja in Argentinien bis besetztes Haus in Berlin-Friedrichshain. Wie wählen Sie Themen aus?


Unsere Redaktion will „unerhörte Geschichten, hervorragend erzählt“. Und das alles zu Themen, die selbst aufgrund großer geografischer Distanzen in irgendeiner Art und Weise einen Bezug zu unserer Realität haben. Natürlich wünschen auch wir uns das Neue an einer Geschichte. Doch wir werden sicher nicht versuchen, mit den großen Verlagen zu konkurrieren und tages- oder wochenaktuell zu sein. Vielmehr sollen der Mix der Themen sowie der unterschiedliche Schreibstil und die subjektive Sicht auf eine Geschichte den Reiz ausmachen: In der aktuellen Ausgabe finden Sie sowohl den Aufstieg und Fall einer Nationalökonomie wie auch das intime Porträt eines erkrankten Teenagers. Verschiedenartige Themen, Orte und sprachlich-gedankliche Zugangsformen sollen das Magazin bereichern

In Ausgabe 1 gibt es eine (sehr amüsante) Reportage von Truman Capote über die marokkanische Hafenstadt Tanger - warum solche übersetzten Texte?

Es geht in diesem Fall weniger darum, einen übersetzten Text zu bringen, sondern vielmehr wollen wir in jeder Ausgabe in der Rubrik „Historische Reportage“ einen herausragenden Text von früher veröffentlichen. Das können durchaus auch deutschsprachige Autoren sein. Die Überlegung dazu: Wir möchten damit dem Leser signalisieren, dass das Verfassen von guten Reportagen eine Tradition hat – und dass nicht immer zwingend Journalisten Reportage-Autoren waren, sondern eben auch Schriftsteller, Abenteurer, Entdecker, Diplomaten, Reisende etc.

Nehmen Sie uns doch einmal an der Hand und geleiten uns durch das Heft. Was sind das für Geschichten, warum und wie sind ins Heft gekommen, was ist an den jeweiligen Stories bemerkenswert?

An Karin Wengers Text über die Situation der US-Truppen in Kandahar finde ich toll, dass er einen engen Fokus wählt. Das Eingeschlossensein der Soldaten überträgt sich auf die „embedded“ Journalistin, den Text und schließlich auf den Leser. Natürlich ist über Afghanistan schon viel geschrieben worden. Doch diese Perspektive zeigt die eigentliche Machtlosigkeit der Soldaten auf.

Das besondere an Sprechers Text? Sie ging nicht bloß für ein-zwei Wochen nach Irland, um sich ein Bild zu machen, sondern lebt zeitweise dort. Auch wenn sie für die Reportage extra durchs Land reiste: In diesem Text komprimieren sich Beobachtungen und noch viel mehr Überlegungen zum Aufstieg und Fall der irischen Ökonomie von mehreren Jahren.

Erwin Kochs „Sarah“ ist aus journalistischer Sicht wohl gar keine Geschichte: Ein Mädchen erkrankt an Leukämie und stirbt. Es gibt keine Fakten oder Statistiken zur Krankheit, keinen übergeordneten Bogen, für was die Reportage stehen soll, keinen News-Wert, nichts. Trotzdem – oder gerade deswegen – schafft dieses berührende Porträt mehr, als es vielleicht ein klassischer Ansatz gebracht hätte. Noch nie hatte ich übrigens so viel Mühe, einen Lead zu formulieren (weshalb wir uns letztlich für Sarahs Spielerei mit den Herzen entschieden haben).

Beat Sterchis Migrationsreportage aus Spanien finde ich deshalb interessant, weil hier der Autor ohne vorgefasste Meinung die Menschen befragt. Zurückhaltend, nicht bohrend, scheinbar oberflächlich. Es entsteht ein positives Bild über die Folgen der Migration, wie man es sonst sehr selten liest. Dass der Schriftsteller Sterchi („Blösch“) niemandem etwas beweisen muss – er lebte früher zehn Jahre lang in Morella –, spürt man aus dem Text heraus und macht diesen stark.

Mögen Sie noch?

Nur zu!

Ruedi Leutholds Reportage versucht mit einem engen Fokus ein globales Phänomen einzufangen. Der Zusammenhang zwischen Schweinefleisch-Konsum in China und Soja-Boom in Südamerika schildern wir deshalb mit einer Grafik – damit sich Leuthold auf ein argentinisches Dorf und seinen Protagonisten konzentrieren kann. Was das Ganze für einen Menschen bedeutet sagt mitunter mehr aus, als wenn Leuthold mit unzähligen Experten geredet oder dutzendweise Studien zitiert hätte.

Und unsere Kiez-Reportage von Sabine Riedel ist – neben der journalistisch einwandfreien Recherche und Darstellung – ein sprachlicher Genuss. Doch Riedel schreibt nicht nur einfach schön, sondern erst die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Gegenstand ließ sie solche Sätze produzieren. Ein Berliner Kollege, der zuerst die Nase rümpfte und meinte, was wollt ihr Berner uns den Kiez erklären, rief mich nach der Lektüre völlig begeistert an und meinte, das sollten alle Berliner lesen.

Am Schluss des Hefts stehen unsere kleinen Gefäße, die im weitesten Sinne mit der Reportage zu tun haben. In „Poesie vor Ort“ versuchen wir Lyrik und Reportage zu fusionieren, in „Keine Geschichte“ erzählen Reporter von gescheiterten Reportagen und unser Kolumnist bringt ein mögliches Reportage-Thema auf. Das „Duell“ lässt zwei Autoren zum selben Schauplatz schreiben und selbst unser Buchtipp handelt von der Lektüre von unterwegs.

Erzählen Sie uns was zu Ihrem eigenen Hintergrund – wie sind Sie zum Schreiben von Reportagen gekommen?

Ich wurde relativ spät überhaupt Journalist – und das dank der literarischen Gattung Reportagen, die ich durch die Auseinandersetzung mit Literatur entdeckte. Mein Wunsch, solch wundervolle Texte auch verfassen zu können, die das Beste aus Literatur und journalistischer Berichterstattung vereint, stieg vehement in mir auf und ich hatte Glück: Gleich mein zweiter Text, eine Reportage über ein Tunnelunglück im Zusammenhang mit dem Bau der Bahn 2000 in der Schweiz, erschien in der NZZ – ein perfekter Einstieg in den Journalismus. Zwar erreichte ich nie die Könnerschaft der von mir bewunderten Autoren und Autorinnen, doch damit konnte ich leben. Weniger gut konnte ich mit dem Fakt leben, dass die von mir geliebte Gattung Reportage über die Jahre zusehends von der Bildfläche verschwand. Dem Reporter-Forum gebürt jedenfalls mein Respekt für den Einsatz, dem auf seine Art entgegenzuwirken.

Welche Reporter lesen Sie besonders gern, welche Texte zählen für Sie zu den besten?

Weil ich in der Schweiz unmöglich alle relevanten deutschen Titel verfolgen kann, bin ich dankbar für die Reader des Reporter-Forums, eine meiner Lieblingslektüren. Auf die Gefahr hin, Ihnen bezüglich Autoren wenig Neues zu sagen: Henning Sussebach, Stefan Willeke, Alexander Osang und Holger Gertz lese ich seit Jahren gerne, ebenso in der Schweiz Erwin Koch und Margrit Sprecher. Weiter Wolfgang Bauer, Sabine Rückert, Caroline Emcke, Sabine Riedel, Sacha Batthyany, Constantin Seibt und Guido Mingels, um nur ein paar weitere Favoriten zu nennen. Und dann stöbere ich mit Vorliebe nach Texten über erzählte Realität, welche in Blogs oder Literaturforen oder auf Bühnen auftauchen und zuerst einmal gar nicht als Reportagen daherkommen – aber es oft im besten Sinne sind.

Welchen Reporter überblättern Sie auf jeden Fall?

All diejenigen, die glauben, dass sie selber wichtiger seien, als der erzählte Gegenstand. Weiter diejenigen, die es nicht schaffen, mich zu überraschen, zu fesseln, sei es mit Sprache, eigenständiger Denkweise oder neuem Zugang zu einem bekannten Thema. Und weiter all diejenigen, die glauben eine schöne Reportage habe nur mit Schönschreiben zu tun.

Hat die ideale Reportage EINEN Helden?

Ja. Die bekannte „Identifikation“ des Lesers mit dem Helden aus der Belletristik, also das während der Lektüre anhaltende Kontrastieren des eigenen Lebens mit dem der handelnden Figur, ist der Köder, den die Reportage auswirft, um seine Leser zu packen. Das schließt aber nicht aus, dass dies andere Texte, die mehrere Personen oder einen Ort in den Mittelpunkt stellen auch schaffen – nur haben es diese ungleich schwerer.

Welche Reporter-Marotten mögen Sie gar nicht?

Wikipedia-Abschnitte nach einem szenischen Einstieg, bemühendes und häufiges Interpretieren des soeben selbst Beschriebenen in sloganartigen Sätzen (als ob der Leser nicht selber schlussfolgern könnte), Standardfloskeln wie „davon handelt diese Geschichte auch“, Überkonstruiertes, gewollte Schönschreiberei.

Was redigieren Sie auf jeden Fall heraus?

Siehe oben. Und weiter – immer in Absprache mit dem Autoren – wenn sich der Text zu stark von der eingeschlagenen Richtung weg bewegt. Doch viel lieber mag ich die Frage: Was redigieren Sie rein? Viele spannende Dinge, die einem ein Reporter am Telefon erzählt hat, fehlen dann oft im Text: Und mit starken Szenen, die den Film im Kopf in Gang bringen, darf nicht gespart werden.

Was sind zeitgemäße, was sind unzeitgemäße Erzähl-Elemente?

Zeitgemäß ist die Bereicherung der Reportage mit essayistischen Elementen. Bedingt durch die Konkurrenz des bewegten Bildes in der Reportage muss ein Text heute mehr liefern, als „nur“ beschriebene Bilder. Unzeitgemäß ist nichts, solange es gut gemacht ist – sprich mit einer gehörigen Portion Respekt und auch Demut recherchiert und mit journalistischer Könnerschaft erzählt wird.

Einige Texte in “Reportagen” sind in der Ich-Form geschrieben - warum?

Weil wir Subjektivität nicht bloß zulassen, sondern unsere Autoren dazu animieren. Dass radikale Subjektivität im Journalismus eine Qualität sein kann, ist nicht neu. In der Reportage, wo neben dem erzählerischen Element die Einordnung des Gesehenen und Erlebten durch den Journalisten/Reporter eine mindestens so große Rolle spielt, ist Subjektivität folgerichtig sicher nicht ganz fehl am Platz.

Warum das ungewöhnliche Heftformat?


Weil es sich hervorragend zum Einstecken in die Tasche und zum Lesen unterwegs eignet. Außerdem symbolisiert es die Nähe zum Reporter, der ja aus unserem Verständnis heraus auch unterwegs ist. Als Leser wird man – so unsere Überlegung, die auch im dynamischen Satzspiegel Niederschlag findet – auf die Reise des Reporters mitgenommen.

Hat “Reportagen” ein Vorbild aus dem Ausland?

Nicht ein konkretes, sondern viele, wobei uns immer nur Teile von den jeweiligen Publikationen inspiriert haben. Namentlich „Granta“, „Atlantic“, „Harper’s“ oder „Foreign affairs“ aus dem englischen Sprachraum, aber auch „l‘Europeo“ in Italien (Fotografie) sind tolle Produkte. Besonders im angelsächsischen Sprachraum gibt es mehrere Publikationen mit einer ähnlichen Ausrichtung – dort hätten wir Reportagen wohl kaum zu lancieren versucht.

Wie sind die ersten Reaktionen?


Bis jetzt mit wenigen Ausnahmen zu Details wie Farbwahl oder Grafik sehr positiv. Neben der narrativen Stärke der Texte kommt vor allem der hochwertige Leineneinband unseres Magazins sehr gut an.

Zahlen Sie Ihren Autoren ein reguläres Honorar?


Selbstredend. Wir wollen die besten deutschsprachigen Reportage-Autoren – und wir sind uns auch bewusst, dass sie ihr Geld wert sind. Denn Leinen, Grafik und Illustrationen und ungewöhnliches Format unterstützen und unterstreichen letztlich das Wesentlichen: Die gedankliche, erzählerische und journalistische Könnerschaft des Autors.

Gibt es im Hintergrund einen Mäzen oder Investor?


Es gibt Investoren, die aber nicht im Hintergrund stehen, sondern als Gründungsmitglieder der Puntas Reportagen AG bekannt und genauso vom kommerziell realisierbaren Weg überzeugt sind, wie ich selber.

Wie viele Hefte müssen Sie verkaufen, damit sich das Projekt rechnet?

Wir streben als Nischenprodukt in einem hart umkämpften Markt 15 000 bis 20 000 Ex. verkaufte Auflage an. Dafür geben wir uns ein paar Jahre Zeit.



Die Fragen stellte Ariel Hauptmeier per Email.

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Daniel Puntas Bernet


1965 in Bern geboren. Arbeitete nach einer KV-Lehre und einem Auslandaufenthalt in Spanien drei Jahre als Devisenhändler in Basel und New York und fünf Jahre im Sportmarketing bei den Swiss Indoors in Basel. Es folgten eine längere Südamerikareise und Lehrertätigkeit in Spanien. Nach der Rückkehr in die Schweiz Beginn eines Studiums der deutschen und spanischen Literatur an der Universität Freiburg. Im Laufe des Studiums Einstieg in den Journalismus mit Reportagen als freier Journalist. Seit dem 1. 4. 2004 bei der «NZZ am Sonntag» tätig, zuerst zwei Jahre im Ressort Hintergrund und Meinungen, seit 1. 4. 2006 im Ressort Wirtschaft.
Website des Autors
Dokumente
"Unerhörte Geschichten, hervorragend erzählt" (PDF)
Leseprobe: "Das Duell" (PDF)

erschienen in:
Reporter-Forum,
am 28.11.2011

 

Kommentare

Gris, 07.03.2013, 18:50 Uhr:

re 9 47 exeis kai thrasos akou den exumoe neonazi kai ti einai afta ta frouta ths XA antisionistes sou protini na pas dafni na milisis me kana giatro kai pestou oti exeis paranoiki sxizofrenia

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