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Johanna Romberg empfiehlt ein Sachbuch, das eine einzigartige Mischung
aus Wissenschaft und Humor bietet. Und ein Buch über die Jagd nach
einem Vogel, das sich wie ein Drehbuch für einen Abenteuerfilm liest.
Tim Gallagher The Grail Bird: Hot on the Trail of the Ivory-billed Woodpecker
Ein Buch, das sich wie ein Drehbuch für einen Abenteuerfilm liest.
Bill Bryson A Short History of Nearly Everything
Eine einzigartige Mischung aus Wissenschaft und Humor. Diese Kombination ist sehr selten im Wissenschaftsournalismus. Wahrscheinlich einfach, weil es unglaublich schwierig ist, lustig zu schreiben.
Martin Kluger Die Gehilfin
Ein Sozialdrama, ein Stück Medizingeschichte, eine historische Reportage, ein Hinterhof-Rührstück – alles miteinander zu einem prallen, sinnlichen Roman verwoben. Oder besser gesagt, verschüttelt und verschmolzen, denn das Ganze spielt in den Labors der Berliner Charité um 1900; als Hauptfiguren treten, unter anderem, Robert Koch und Rudolf Virchow auf. Ein Schmöker, der sich so wegschlürft, obwohl oder gerade weil er gesättigt ist mit harten wissenschaftlichen Fakten.
Kerstin Ekman Geschehnisse am Wasser
Ausführliche Naturbeschreibungen verführen mich als Leserin meist zum Vorblättern. Nicht in diesem Buch: Kerstin Ekman beschwört die Landschaft um das (fiktive) schwedische Dorf Svartvattnet so eindrücklich und abgründig, dass man förmlich das feuchte Moos unter den Füßen schmatzen hört. Zwischen Sumpfniederung und Elchschleichpfaden spielt sich ein generationenübergreifendes Sozial- und Psychodrama ab, dessen Handlung mir entfallen ist – die Natur-beschreibungen aber sind mir im Gedächtnis geblieben.
Alan Weisman The World without us
Was bliebe von uns, wenn wir von heute auf morgen vom Erdboden verschwänden? Der amerikanische Wissenschaftsjournalist hat das gnadenlos gründlich durchdekliniert – auf der Basis aktueller Erkenntnisse aus Ökologie, Klimakunde und Meeresbiologie. Tröstliche, aber auch unheimliche Erkenntnis: Zwar werden Krillkrebs, Kieselalge und Miesmuschel noch Jahrhunderte an PVC-Krümeln knabbern, werden verwitternde Industrieanlagen auf unabsehbare Zeit Gift und Feuer speien. Aber unsere Städte werden binnen weniger Jahre üppig begrünte Trümmerfelder sein, in denen sich Fuchs, Hase und sämtliche Tierarten der Roten Listen guten Tag sagen.
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