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Über diese Reportage hat Matthias Geyer auf dem Reporter-Workshop 2007 gesprochen. Sie finden seinen Vortrag als Download unter der Rubrik "Audios".
Matthias Geyer
Der Tod von Jürgen W. Möllemann habe ihn in eine Lebenskrise gestürzt. Er wolle nicht so werden wie sein einstiger Weggefährte. Deswegen hat sich der größte Rollenspieler der deutschen Politik eine andere Rolle ausgedacht: Der neue Westerwelle soll endlich der wahre sein.
Es ist schon dunkel geworden in Berlin, als unten auf der Straße ein silberner BMW hält. Aus dem Fond steigt ein Mann, der es eilig hat. Er trägt einen dunklen Anzug und einen dunklen Mantel, in der Hand hält er eine Aktentasche. Er verschwindet in einem Hauseingang.
Er braucht nicht lange, dann hat er sich verwandelt. Zehn Minuten später öffnet er seine Wohnungstür, er hat jetzt eine Strickjacke an, eine Cordhose und dicke Socken mit Gumminoppen. Er hat Tee gekocht. Kandiszucker steht auf dem Tisch. Auf einem Teller liegt klein geschnittener Kuchen, links Käsekuchen, rechts Schokokuchen. Im Kamin brennen drei Kerzen, "es ist noch nicht kalt genug für richtiges Holz", sagt er, aber die Kerzen seien ja auch schön. Man fragt sich, wo der Mann im dunklen Anzug geblieben ist. Zurück |
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