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Dieser Text gewann den Egon-Erwin-Kisch-Preis 1982.
Jürgen Leinemann
Der Ausblick ist, wie man so sagt, unbezahlbar: für die meisten zumindest. Vom Dachgarten und Balkon einer luxuriösen Eigentumswohnung am Feenteich in Hamburg schweift der Bück über die Segelbetupfte Alster. Sekt wird zwischen Palmen und Marmorbüsten gereicht. Im strahlenden Licht der Maisonne leuchten die blaugelben Sonnenschirme der Liberalen so elegant, als entstammten sie einer Kreation von Jil Sander.
Um den seidigen Chinateppich im Wohnzimmer herum haben sich 60 gediegene Menschen gruppiert, die alle aussehen, als seien sie mit Alfred Dregger verwandt. Irgendwie, wie die fernen Alternativen sagen würden, riecht es nach CDU.
Begrüßt wird aber Hans-Dietrich Genscher. FDP-Chef und Außenminister und Vizekanzler der sozialliberalen Koalition. Hausherr Kai Wünsche. Import-Export, ringt sich, ohne Ironie, die schlichten Worte ab: „Willkommen an der Basis."
Hans-Dietrich Genscher liebt Wahlparties, über „Bürgernähe" und das direkte „Gespräch mit dem Volk" hat er sich am Morgen richtig in eine Art Vorfreude geredet. „Nichts ist schlimmer als ein Wahlkampf der Blässe", sagt er. Die Menschen wollen wissen, wo es lang geht."
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