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Dieser Text wurde von den Vorjuroren für den Egon-Erwin-Kisch-Preis 2009 vorgeschlagen.
Er riecht Rasierwasser, streicht sich über das glatte Kinn. Sein Blick gleitet die Knopfleiste hinunter. Weißes Hemd, blaue Krawatte, Blazer in gedecktem Blau, dazu Jeans. Der Duft ist ihm zuwider.
Warum sitzt er auf der Parkbank? Er steht auf, geht ein paar Schritte, denkt: "Komisch, ganz fremde Gegend." Weiße Stühle, ein Café. Er setzt sich. Es ist frisch, aber die Sonne wärmt.
"Was kann ich Ihnen bringen?" - Was soll er der Kellnerin jetzt antworten? Er macht eine Kopfbewegung zum Nachbartisch:
"Das da." Sie serviert etwas, das aussieht wie heiße Milch.
Aber es riecht nach Kaffee. "Ein Cappuccino", sagt sie. Er kennt weder das Wort noch das Getränk, zeigt auf "Das da!" und bekommt ein Stück Kuchen dazu. Aber da ist dieses andere Verlangen, das nervös macht.
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