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Mit diesem Text gewann der Autor den Axel-Springer-Preis 2002
Wir leiden mit den Menschen in New York. Dafür gibt es besondere Zellen im Kopf.
Besuch im Labor eines Hirnforschers. Das soll eine Suche werden. Eine Reise in unser Ich. Eine Suche nach dem Mitgefühl. Bilder von Menschen, die aus den Fenstern der Twin Towers hängen, den Abgrund vor Augen, Bilder vom Tod in Manhattan. Feuerwehrmänner, am Ende ihrer Kraft, Menschen auf der Suche nach Angehörigen - Szenen, die uns ergreifen, die uns Tausende von Kilometern entfernt zu Gedenkfeiern und Gottesdiensten gehen lassen. Was spielt sich bei diesen Bildern in unserem Gehirn ab?
Es soll aber auch eine Reise werden in die Welt von drei Männern und einer Frau, Hirnforschern in Italien, die manchmal verzweifeln an dem Projekt, die Welt im Kopf zu verstehen. Was ist Mitgefühl?, fragen wir sie. Wie kommt es, dass wir uns in andere Menschen einfühlen können?
Anruf bei der Hauptfigur, Christian Keysers, ein junger Deutscher, 28, den die Liebe nach Italien verschlagen hat: "Das ist alles noch extrem neu, somit spekulativ..." Die Stimme am Telefon, fast im Flüsterton: "Aber Mitgefühl, Sie werden es selbst erleben, es ist körperlich, wir können es sehen, wir können es hören, unsere Elektroden können es messen." Die Seele zum Anfassen. "Hallo? Sind Sie noch dran? Kommen Sie nach Parma!"
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